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ifo Geschäftsklima Deutschland: Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im Mai 2012

ifo Geschäftsklimaindex deutlich gesunken

(PresseBox) (München, ) Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Mai stark gefallen. Die Einschätzung der aktuellen Lage wurde deutlich zurückgenommen. Die Geschäftslage befindet sich aber immer noch oberhalb des langfristigen Durchschnitts. Die zukünftige Entwicklung wird von den Unternehmen pessimistischer beurteilt. Die deutsche Wirtschaft steht unter dem Eindruck der in letzter Zeit gestiegenen Unsicherheit im Euroraum.


Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex stark gesunken. Dies geht insbesondere auf eine deutlich schlechtere Beurteilung der aktuellen Lage zurück. Bezüglich der Entwicklung in den kommenden sechs Monaten halten sich positive und negative Erwartungen in etwa die Waage. Die Beschäftigtenpläne sind erstmals seit Monaten mehrheitlich defensiv ausgerichtet. Für den Export werden allerdings weitere Impulse erwartet.

Das Geschäftsklima hat sich in den beiden Handelsstufen deutlich eingetrübt. Insbesondere im Einzelhandel ist die aktuelle Lageeinschätzung eingebrochen und die Erwartungen sind wieder mehrheitlich pessimistisch. Im Großhandel ist der Rückgang vergleichsweise gering ausgefallen. Die befragten Großhändler berichten sowohl von einer schlechteren aktuellen Geschäftslage als auch von weniger optimistischeren Erwartungen für die kommenden sechs Monate.

Auch im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklimaindex nachgegeben. Während sich die aktuelle Geschäftslage minimal verbesserte, blicken die befragten Baufirmen etwas weniger optimistisch auf die kommende Entwicklung.

Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 7 000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. Die Unternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monaten als "günstiger", "gleich bleibend" oder "ungünstiger" kennzeichnen. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "gut" und "schlecht", der Saldowert der Erwartungen ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten "günstiger" und "ungünstiger". Das Geschäftsklima ist ein transformierter Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Zur Berechnung der Indexwerte werden die transformierten Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2005 normiert.

ifo Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe gestiegen

Der ifo Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe Deutschlands ist im Mai gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat wird die aktuelle Lage deutlich positiver eingeschätzt. Auch bezüglich der Entwicklung in den kommenden sechs Monaten sind die befragten Dienstleister wieder leicht optimistischer. Dies spiegelt sich auch in den Beschäftigungsplänen wider, welche erneut expansiv ausgerichtet sind.

Der ifo Konjunkturtest Dienstleistungen basiert auf ca. 2 500 monatlichen Meldungen von Unternehmen aus wichtigen, insbesondere unternehmensnahen Zweigen des tertiären Sektors (ohne Handel, Kreditgewerbe, Leasing, Versicherungen und ohne Staat). Die Erhebungen und Berechnungen erfolgen analog zum ifo Konjunkturtest in der gewerblichen Wirtschaft. Bei einem Vergleich der Kurven ist jedoch zu berücksichtigen, dass - aus methodischen Gründen - die Ergebnisse des Konjunkturtests Dienstleistungen zurzeit noch nicht saisonbereinigt ausgewiesen werden. Der Indikator ifo Geschäftsklima Dienstleistungen ist bislang nicht in den Ergebnissen für die gewerbliche Wirtschaft enthalten.

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