Arbeitgeberbranche Handel bei Absolventen beliebt

Neue IFH-Studie zeigt: Mehrheit der Schülerinnen und Schüler sowie Absolventen kann spontan keine Lieblingsarbeitgeberbranche nennen / Human Resources-Verantwortliche im Handel nutzen Potenzial noch nicht aus

(PresseBox) (Köln, ) Das Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln hat in einer eigeninitiierten Studie das Image des Handels als Arbeitgeber untersucht. Das überraschende Ergebnis zeigt, dass sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Absolventen bezogen auf ihre berufliche Zukunft erschreckend wenig informiert und häufig sehr unentschlossen sind. Das Image des Handels als Arbeitgeber ist aber besser als sein Ruf: unter Absolventen belegt der Handel Platz drei der beliebtesten Branchen.

Branchenübergreifend haben Arbeitgeber mit der Abnahme an qualifizierten Bewerbern zu kämpfen. Der sogenannte "war for talents" ist in vollem Gange und macht auch vor dem Handel nicht Halt. Die IFH-Studie "Arbeitgeberimage des Handels: High Potential oder schwer vermittelbar?" hat das Image des Handels als Arbeitgeber bei den unterschiedlichen Zielgruppen abgefragt sowie das Informationsverhalten von Bewerbern überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass Personalverantwortliche im Handel noch viel Spielraum haben, ihre Unternehmen als Top-Arbeitgeber zu positionieren. Gerade einmal knapp die Hälfte aller befragten Schülerinnen und Schüler und Absolventen kann spontan einen Wunscharbeitgeber nennen. Und auch die weiteren Ergebnisse geben Grund zur Hoffnung. Entgegen der weit verbreiteten Meinung des unbeliebten Arbeitgebers, landet der Handel - gestützt gefragt - bei Schülerinnen und Schülern auf dem sechsten Platz der beliebtesten Arbeitgeberbranchen. Bei den Absolventen sieht es sogar noch besser aus: hier belegt der Handel den dritten Rang.

Employer Branding als zentrale Zukunftsaufgabe
Dass der Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke noch zu wenig vorangetrieben wird, sieht man auch daran, dass sich kaum ein Händler mit einem individuellen Arbeitgeberimage profilieren kann. Auf die Frage für wen sich die potentiellen Bewerber entscheiden würden, wenn ihre Wahl auf einen Arbeitgeber im Handel fallen müsste, antworteten 39 Prozent der Absolventen und 44 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit "weiß nicht". Lediglich der Handelskonzern Metro kann sich bei den Absolventen mit 13 Prozent etwas vom Rest des Feldes abheben. "Das Thema Employer Branding wird mit zunehmendem Wettbewerb weiter an Bedeutung gewinnen. Händler haben jetzt die Chance potenzielle Bewerber durch geschicktes Arbeitgebermarketing früh für ihr Unternehmen zu begeistern", erklärt Prof. Werner Reinartz, Direktor der Gesellschaft zur Förderung des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln e.V. Und auch die für die Studie befragten Human-Resources-Professionals sehen die Vorteile, mit denen der Handel sich bei Bewerbern positionieren kann. Hierzu gehören unter anderem die vielfältigen Aufgabenbereiche und die attraktiven Karriereperspektiven. "Der Handel ist permanent in Bewegung, jeder Tag ist anders", fasst eine der befragten HR-Führungskräfte die Vorteile zusammen.

Über die Studie:
Die Studie "Arbeitgeberimage des Handels: High Potential oder schwer vermittelbar?" ist die umfassendste Studie, die zu diesem Thema in Deutschland bisher vorgelegt wurde. Betrachtet wurde nicht nur eine, sondern alle relevanten Zielgruppen für den Arbeitgeber Handel: Um ein ganzheitliches Bild zeichnen sowie Kommunikationslücken aufdecken zu können, flossen dabei sowohl die Selbstwahrnehmung (Mitarbeiter, Einzelhändler, HR-Führungskräfte) sowie die Fremdwahrnehmung (Schüler, Absolventen, Konsumenten) in die Untersuchung ein. Neben dem allgemeinen Arbeitgeberimage wurde auch untersucht, welche Aspekte bei der Arbeitgeberwahl von den unterschiedlichen Zielgruppen als besonders relevant eingestuft werden und wie wichtig emotionale Arbeitgebereigenschaften sind.

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