IDS-Fahrzeuge mit neuer IT

Flexibel bis fünf vor zwölf

(PresseBox) (Rödermark,, ) Schneller und transparenter disponieren: Die IDS Logistik GmbH, Rödermark-Ober Roden, hat ihre mehr als 2.300 Nahverkehrsfahrzeuge im Dezember 2005 mit neuer Hard- und Software ausgestattet. Knapp sieben Millionen Euro investierte das Stückgutnetz in das IT-System cadisTRANSPORT, das für den heißen Draht zwischen Disposition und Cockpit sorgt. „Die neue Technik beschleunigt den Informationsaustausch, denn viele Kommunikationsabläufe funktionieren damit nahezu automatisch“, sagt IDS-Geschäftsführer Dr. Michael Bargl. „Davon profitieren Kunden besonders im Bereich Beschaffungslogistik: Jeder Auftrag, der vor 12 Uhr bei IDS eingeht, wird direkt auf das nächste freie Fahrzeug geleitet und noch am selben Tag abgeholt.“

Seit 2001 arbeitet IDS mit der Disposition per SMS direkt aufs Fahrer-cockpit. Jetzt haben die IT-Abteilung der IDS Zentrale, T-Systems als Generalunternehmer sowie T-Mobile und die KRATZER AUTOMATION AG in enger Zusammenarbeit ein neues, bisher einzigartiges Kommunikationssystem für die Disposition entwickelt. Die Highlights: automatische Übermittlung von Sendungsstati und Empfangsquittungen mit integrierter Signatur, Sendungsverfolgung quasi in Echtzeit, flexibler Einsatz der mobilen Geräte in jeder Fahrerkabine, schnellere Auftragsweiterleitung durch die grafische Disposition bei den IDS-Partnern vor Ort, ein ereignisgesteuertes Modul zur Überwachung der Abhol- und Zustellaufträge sowie ein spezielles Modul für die Beschaffungslogistik.

Unbestechlich und hartnäckig – cadisTRANSPORT

Nicht erreichbar, nicht gehört, nicht gesehen? Mit dem neuen Kommunikationssystem von IDS für die Auftragsübermittlung direkt aufs Cockpit ist die schnelle Antwort garantiert. Denn bei jeder Anfrage über die mobilen Datenerfassungsgeräte von cadisTRANSPORT ertönt automatisch und in regelmäßigen Abständen ein akustisches Signal, das erst dann verstummt, wenn der Fahrer geantwortet hat.

„Der Fahrer empfängt auf seinem Gerät die für ihn wichtigen Angaben: Ort und Zeit der Abholung sowie Informationen zur Sendung“, erklärt IDS IT-Leiter Jürgen Wolfert. „Den Auftrag kann er ablehnen oder an-nehmen – in jedem Fall muss er umgehend auf die Anfrage reagieren.“ Bei Ablehnung ist außerdem der Grund anzugeben – meist ist der ver-fügbare Laderaum ausgeschöpft. Die Antwort des Fahrers wird direkt an die Dispositionsabteilung des IDS-Partners übermittelt, die den Auftrag bei Bedarf einem anderen Fahrzeug zuweisen kann.

Senden ohne Knopfdruck

Die Weiterleitung funktioniert vollautomatisch durch ein ereignisgesteu-ertes Modul: Sobald der Fahrer eine Nachricht eingegeben hat – ob er den Auftrag annimmt oder ablehnt, dass sich die Abholung verzögert oder dass bei der Abholadresse niemand erreichbar ist – werden diese Informationen umgehend an den Disponenten im zuständigen Depot weitergeleitet. „Der Fahrer muss hierfür nicht einmal einen Sendeknopf betätigen: Sobald er seine Meldung gemacht hat, ist diese schon auf dem Weg zu allen am Prozess Beteiligten“, veranschaulicht Jürgen Wol-fert das System. Durch den GPRS-Standard (General Packet Radio Ser-vice) funktioniert dieser Informationsaustausch auch bei großen Datenmengen jetzt noch schneller. Mobilfunkbetreiber T-Mobile stellt für dieses Projekt zwei hochverfügbare Mobile IP/VPNs (Internet Protokoll / Virtual Private Network) zur Verfügung.

Transparente Beschaffungslogistik

Für die Beschaffungslogistik von IDS wurde ein spezielles Modul entwickelt. Damit lassen sich alle Prozessschritte auf dem Bildschirm nahezu in Echtzeit verfolgen. Ein Beispiel: Der IDS-Partner in Bielefeld erhält den Auftrag, eine Sendung von einem Lieferanten in München abzuholen. Er übermittelt diesen Abholauftrag an das Münchner IDS-Depot. Diese Auftragsübermittlung zwischen den einzelnen IDS-Partnern funk-tioniert per Festnetzkommunikation über ein IDS internes Netzwerk (geschlossene Benutzergruppe) auf ATM Basis .

Der Disponent in München leitet den Auftrag über cadisTRANSPORT auf das mobile Datenerfassungsgerät eines seiner Fahrzeuge. Ab jetzt werden automatisch alle Statusmeldungen sowohl an das internetbasier-te, zentrale Auskunftssystem von IDS (ZAS) als auch an das ca-disTRANSPORT System der beteiligten IDS-Partner weitergeleitet. Kun-den können den Verlauf ihrer Sendung über das ZAS verfolgen. Von der Auftragserfassung über die Weiterleitung des Auftrags an das zuständi-ge IDS-Depot bis zur erfolgreichen Abholung sind also alle Sen-dungsstati nahezu in Echtzeit nachvollziehbar – für noch mehr Transpa-renz in der Versorgungskette.

Das funktioniert natürlich umgekehrt auch für die Distribution. Beispiel: Der Hamburger IDS Partner hat eine Sendung, die in München ausgelie-fert werden soll. Die Daten für die Zustellung übermittelt er an den Münchner IDS Partner. Sobald die Zustellinformationen dem Münchner Depot vorliegen, stehen sie dank cadisTRANSPORT auch umgehend auf dem mobilen Datenerfassungsgerät des zuständigen Lkw zur Verfügung. Hat der Fahrer die Sendung erfolgreich zugestellt, werden die Empfangsquittungen mit integrierter Signatur direkt an die beteiligten IDS Partner und ans ZAS übermittelt.

Bewegung auf dem Bildschirm

Das Gegenstück zum mobilen Gerät im Cockpit ist der cadisTRANS-PORT Server beim jeweiligen IDS-Partner. Er ist mit den Computern in der Dispositionsabteilung vernetzt. Für cadisTRANSPORT wurde in die bestehenden EDV-Systeme der IDS-Standorte jeweils eine Hardware-plattform mit spezieller Dispositions-Software integriert. Über 150 Dispo-nenten-Arbeitsplätze wurden mit dem neuen System ausgerüstet. Das Besondere: Erhält der Disponent einen elektronischen Abholauftrag, kann er diesen mit der Computermaus anklicken und direkt auf das ge-eignete Fahrzeug „ziehen“, er muss die Eckdaten also nicht mehr manuell eingeben. Ist diese so genannte „grafische Disposition“ am Bildschirm beendet, erscheint der Auftrag automatisch auf dem mobilen Kommunikationsgerät des Fahrers, angekündigt durch das akustische Signal.

Teamwork mit Tempo

Der Startschuss für das neue Dispositionssystem fiel auf der IDS Ge-sellschafterversammlung im Dezember 2004. Im Januar 2005 begann KRATZER AUTOMATION – ein Softwareunternehmen, das auf industrielle Anwendungen spezialisiert ist – mit der Implementierung der für IDS entwickelten Spezifikationen: Die bisherigen Dispositionstools wurden komplett überarbeitet. Parallel dazu stellten die Projektteams von IDS, Kratzer Automation und T-Systems das Feinkonzept für die Beschaffungslogistik fertig.

Bereits im Juni startete mit den IDS-Partnern Mönkemöller (Bielefeld) und DFDS Aschaffenburg die Pilotphase, sämtliche Module wurden im Echtbetrieb getestet. Optimierungsvorschläge setzten die Projektteams sofort um, so dass Ende September die Abnahme erfolgen konnte. Mitte Oktober begann der Rollout für alle IDS Standorte. Wöchentlich wurden bis zu vier Depots umgestellt, im Dezember war die ganze Nahverkehrsflotte von IDS wie geplant mit den neuen Geräten aus-gestattet.

IDS Logistik GmbH

IDS ist der Top-1-Verbund für flächendeckende Stückguttransporte in Deutschland. Mit innovativen Produkten, hohen einheitlichen Qualitätsstandards und umfassendem Service hat sich IDS einen Namen gemacht und gilt als Markenzeichen in der Logistik. Das Angebotsspektrum der 40 regional starken IDS-Partner umfasst Full-Service-Leistungen von der Beschaffung über Lagerung und Distribution bis hin zu Retouren-management und Rechnungsstellung.

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