Zero-Emission-Campus transparent durch B-CON

(PresseBox) (Idar-Oberstein, ) Der Umwelt-Campus Birkenfeld, ein Standort der Fachhochschule Trier und ehemaliger Firmensitz der ICONAG, zählt zu den besonderen Hochschulstandorten in Deutschland und ist der europaweit einzige"Zero Emission Campus". Durch den Einsatz von B-CON.net wird die Bedeutung des "Zero Emission Campus" jetzt greifbar für Studenten, Mitarbeiter und Besucher.

Als einzige deutsche Hochschule wird der gesamte Campus ausschließlich mit erneuerbarer Energie (Strom und Heizwärme) versorgt. Diese wird aus dem nahe gelegenen Biomasse-Heizkraftwerk bezogen. Mit einem Regenwassernutzungs- und -versickerungskonzept, Photovoltaikfassaden, Sonnenkollektoren, einer Wetterstation, Erdwärmenutzung und Passivhaus-Studentenwohnheimen verfügt der Umwelt-Campus Birkenfeld über modernste Gebäude- und Anlagentechnik. Die Errichtung der unterschiedlichen Systeme zur Energieeinsparung bzw. -gewinnung unterstützen das Konzept des "Zero Emission Campus".

Jedes einzelne System verfügt über diverse Sensoren zur Erfassung der unterschiedlichen Messwerte, wie z.B. Spannung und Leistung der Photovoltaikfassaden, Ph-Wert und Füllstand der Regenwasserspeicher oder die erzeugte Energie durch die Sonnenkollektoren. Die Sensoren sind auf einen seriellen Bus aufgeschaltet und die dazugehörigen Messwerte werden zentral in einer Datenbank durch die Gebäudeleittechnik B-CON.net erfasst und aufbereitet. Zusätzlich zur Historisierung der Daten in der Datenbank werden die erfassten Werte an zehn Anzeigetableaus, die öffentlich in den Verbindungsgängen der einzelnen Campusgebäude installiert sind, sowie an die eigens dafür auf Basis von B-CON.net entwickelte Webvisualisierung übermittelt.

Analog zu den Anzeigetableaus auf dem gesamten Campusgelände wurde eine Webvisualisierung aufgebaut, die es ermöglicht, die aktuellen Messwerte jederzeit und von überall einzusehen. Als "Grundrissvisualisierung" dient der Lageplan des Campusgeländes, in dem die unterschiedlichen Systeme, wie Photovoltaikfassaden, Bauteilkühlung etc. eingezeichnet sind. Zu jedem der aufgeschalteten Systeme können durch Klicken auf das entsprechende Symbol weitere Informationen abgerufen werden. Diese umfassen eine grafische Darstellung des entsprechenden Elements sowie eine Visualisierung der aktuellen Messwerte und historisierten Daten.

Die Photovoltaikfassaden der insgesamt sieben Gebäudeverbindungsgänge bestehen aus jeweils 60 Modulen. In der Webvisualisierung ist die gesamte Photovoltaikfassade des Verbindungsgangs der Gebäude 9912/9913 in acht unterschiedlich beschattete Einheiten unterteilt. Bei jeder Einheit wird Strom und Spannung einzeln erfasst und ausgewertet. Durch diese Einzelerfassung wird transparent, welchen Einfluss der Sonnenstand auf die Leistung der einzelnen Einheiten hat. Um die Messwerte der einzelnen Einheiten abzurufen, wird der Mauszeiger auf der Grafik über die entsprechenden Module bewegt. Die kumulierte Leistung aller Photovoltaikfassaden wird in einem Graphen dargestellt und zeigt die Aufteilung der Einzelleistungen auf die Gesamtleistung aller erfassten Photovoltaikanlagen. So ist genau zu erkennen, welche Fassaden wieviel Energie produzieren. Bei der grafischen Darstellung der insgesamt erzeugten Energie kann der Webuser in der Historie zwischen einem 7-Tage- und einem 365-Tage-Diagramm wählen.

Für die Raumheizung und -kühlung der Aula und der Bibliothek des Campus wurde eine thermische Bauteilaktivierung realisiert. B-CON.net stellt die Temperaturwerte der Wandoberfläche, der Wandinnenfläche und der Fußbodenoberfläche übersichtlich in einem Aufbauschema dar. Zudem sieht man auf einen Blick, wie hoch die Heiz- und die Kühlwasservorlauftemperaturen sind.

Als Warmwassererzeuger werden Sonnenkollektoren eingesetzt. Die gesamte Kollektorfläche erzeugt dabei eine Leistung von rund 135kW. Auch hierfür wurde in B-CON.net ein Schema zur Darstellung der Momentanwerte angelegt, aus dem die bisherige Leistung, die aktuellen Werte sowie die tagesaktuelle und die gesamte CO2-Einsparung (Einsparung seit Anlagenbau durch Sonnenkollektoren und/oder die Nutzung der Fernwärme) hervor gehen. Darüber hinaus wird angezeigt, wieviel der erzeugten Wärmemenge tatsächlich genutzt wurde. Die Darstellung der Historiendaten erfolgt mit Hilfe eines Balkendiagrammes in dem, je nach Wunsch, die CO2-Einsparung (in Tonnen) bzw. die insgesamt genutzte Wärmemenge (in MWh) in einem 7-, 30- oder 365-Tage Diagramm dargestellt wird.

Durch den Einsatz der Software B-CON.net zur Erfassung aller Messwerte der aufwendigen und vielseitigen Anlagentechnik unterschiedlicher Hersteller wurde eine Historisierung aller Daten in einer zentralen Datenbank ermöglicht. Durch die Realisierung der Webvisualisierung und die Ausgabe der Messwerte in den Anzeigetableaus auf dem gesamten Campus wird die Bedeutung des "Zero Emission Campus" greifbar und Studenten, Mitarbeiter und Besucher des Umwelt Campus werden auf das Thema "regenerative Energien" sensibilisiert. Zudem können alle Daten der Datenbank jederzeit für wissenschaftliche Projekte am Campus genutzt werden.

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