vbw zur Forderung von Beschäftigungsgarantien für Zeitarbeitnehmer

Brossardt: "Argumentation ist widersinnig und realitätsfremd"

(PresseBox) (München, ) Der Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Bertram Brossardt hat auf Forderungen nach Beschäftigungssicherheit für Zeitarbeitnehmer in der Krise reagiert: „Diese Diskussion ist widersinnig. Es liegt in der Natur der Zeitarbeit, dass keine Rechtsbindung des Zeitarbeitnehmers an das entleihende Unternehmen besteht. Zeitarbeit ist gerade ein arbeitsmarktpolitisches Instrument, das Betrieben erlaubt, schnell auf Auftrags- und Produktionsschwankungen zu reagieren. In guten wie in schlechten Zeiten verschafft es Unternehmen mehr Flexibilität und damit den für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit notwendigen Handlungsspielraum. Daneben kann ein Unternehmen, dessen Existenz derzeit ernsthaft bedroht ist, keine Versprechen zur Verlängerung von befristeten und übrigens auch nicht von unbefristeten Arbeitsverträgen geben. Darüber hinaus ist es realitätsfremd, über Beschäftigungssicherheit von Zeitarbeitnehmern zu diskutieren, wenn Unternehmen darum kämpfen müssen, ihre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufrecht zu erhalten.“

Brossardt betonte, dass die Firmen derzeit alles daran setzen, trotz schlechter Auftragslage möglichst viele Jobs zu halten. „Um die teilweise drastischen Auftragseinbrüche verkraften zu können, müssen Unternehmen auf alle arbeitsmarktpolitischen und tarifpolitischen Möglichkeiten zurückgreifen, die ihnen zur Verfügung stehen. Der Abbau von Zeitarbeit ist – neben dem Abbau von Arbeitszeitkonten und der Einführung von Kurzarbeit – in der schwierigen Situation eine unverzichtbare Maßnahme. Die Betriebe setzen sie mit Bedacht ein, um möglichst viele Stammarbeitsplätze zu erhalten.“ Beschäftigungsgarantien für Zeitarbeitnehmer könne und dürfe es daher nicht geben, erklärte Brossardt.

Auch sei es nicht sinnvoll, sich derzeit über die Festlegung von Lohnuntergrenzen in der Zeitarbeit zu unterhalten. Dies sichere keine Arbeitplätze, sondern würde die Beschäftigungssituation in Deutschland weiter verschlechtern. „Flexibilisierung und nicht Regulierung ist das Gebot der Stunde“, bekräftigte Brossardt.

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