vbw zur Entwicklung des Arbeitsmarktes

Brossardt: "Arbeitsmarkt ist flexibler geworden"

(PresseBox) (München, ) Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat bei der heutigen Sitzung des vbw-Arbeitsmarktausschusses betont, dass der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren wesentlich lebendiger geworden ist. "Im Verlauf der guten Jahre 2005 bis 2008 ging die Zahl der Arbeitslosen deutschlandweit um zwei Millionen, in Bayern um 250.000 zurück. Das entspricht einem Rückgang von 42 Prozent im Bund bzw. fast 60 Prozent im Freistaat. Zum ersten Mal lag die Zahl der Arbeitslosen zum Ende des Aufschwungs niedriger als zum Ende des vorherigen Aufschwungs." Von dem Jobboom hätten vor allem auch diejenigen profitiert, die es auf dem Arbeitsmarkt vergleichsweise schwer haben, wie etwa junge Menschen unter 25, ältere Arbeitnehmer über 55 sowie Langzeitarbeitslose.

Für diese erfreuliche Entwicklung sei der Konjunkturaufschwung zwar maß-geblich, aber nicht allein verantwortlich gewesen. Auch die Reformen auf dem Arbeitsmarkt und bei den sozialen Sicherungssystemen sowie die moderate und auf Flexibilisierung bedachte Tarifpolitik der letzten Jahre hätten ihren Bei-trag geleistet.

Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit zunehmender Qualifikation stark ansteigen. So nahm die Beschäftigtenzahl der Akademiker von 2000 bis 2008 um knapp 20 Prozent zu, während die Be-schäftigung der Menschen ohne Berufsausbildung im gleichen Zeitraum um 20 Prozent zurück ging.

Brossardt betonte, dass der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt nun vorbei sei. Die Zahl der offenen Stellen gehe kontinuierlich zurück, bundesweit lag sie im vierten Quartal 2008 um elf Prozent unter dem Vorjahresstand. Seit November habe sich die Arbeitslosenzahl wieder erhöht. Brossardt prognostiziert, dass die Zahl der Arbeitslosen im Laufe dieses Jahres deutlich steigen wird - und zwar schneller als die Arbeitslosenzahl im Jahr 2008 gesunken ist.

Der Hauptgeschäftsführer erklärte, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) durch die Reformanstrengungen der letzten Jahre gut aufgestellt sei. Dennoch forderte er eine weitere Stärkung der Arbeitsvermittlung. "Hier erwarten wir noch einen deutlichen Leistungssprung. Die BA muss bei der Arbeitsvermittlung jetzt noch zielgenauer und schneller agieren. Wir können es uns in einer Zeit, in der das Stellenangebot knapp wird, nicht leisten, auch nur eine einzige offene Stelle unbesetzt zu lassen."

Von der Politik forderte er höhere Investitionen in Bildung. "Wir müssen die Tatsache, dass eine hohe Qualifikation das Risiko der Arbeitslosigkeit ent-scheidend mindert, ernst nehmen."

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