vbw nennt fünf Eckpfeiler für solides Gesundheitssystem

Rodenstock fordert auf Kongress Prämiensystem und mehr Wettbewerb

(PresseBox) (München, ) Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hat auf ihrem Kongress "Deutschland hat Zukunft! Die Gesundheitsreform 2010" fünf Eckpfeiler für ein solides und zukunftsfähiges Gesundheitssystem benannt: ein Prämiensystem auch in der gesetzlichen Krankenversicherung, mehr Kostenbewusstsein bei Versicherten und Patienten, mehr Transparenz bei Preisen und Leistungen, mehr Wettbewerb sowie eine Garantie der Vertragsfreiheit im Gesundheitswesen.

Randolf Rodenstock, Präsident der vbw, betonte die Vorteile eines Prämiensystems: "Gleichen Beiträgen stehen gleiche Leistungen gegenüber, die gesetzlichen Krankenkassen erhalten wieder volle Beitragsautonomie. Der Wettbewerb schafft Preis-Leistungs-Transparenz und führt zu einer effizienteren Ausgabensteuerung. Und schließlich werden durch die Festschreibung des Arbeitgeberanteils die Gesundheitskosten von den Lohnzusatzkosten entkoppelt und damit der Produktionsfaktor Arbeit nachhaltig entlastet. Das ist wichtig, um den Aufschwung nicht zu gefährden. Der Ausgleich für sozial Schwache wird über das Steuersystem organisiert, das alle Steuerzahler - und nicht nur die gesetzlich Versicherten - und auch alle Einkommensarten erfasst."

Rodenstock zufolge wissen die gesetzlich Versicherten im derzeitigen System nicht, was bestimmte Leistungen kosten. "Es besteht weder der Anreiz noch die Möglichkeit, mit Leistungen verantwortungsbewusst umzugehen. Ärztehopping und Doppeluntersuchungen sind daher an der Tagesordnung." Um diese Fehlsteuerung zu minimieren und Kostenbewusstsein zu fördern, fordert die vbw eine durchgängige, prozentuale Selbstbeteiligung der Versicherten an den Arzneimittelkosten und eine Praxisgebühr pro Arztkontakt. "In anderen Ländern funktioniert eine solche Regelung bereits," sagte Rodenstock.

Er forderte mehr Transparenz bei Preisen und Leistungen. "Insbesondere brauchen wir eine Stärkung des Kostenerstattungsprinzips auch bei den gesetzlichen Krankenkassen, so wie das bei den privaten Versicherungen selbstverständlich ist." Zur Ausrichtung des Gesundheitssystems auf mehr Wettbewerb plädierte Rodenstock für einen konsequenten Abbau staatlicher Überregulierung. "Wir müssen Vertragsfreiheit im Gesundheitswesen garantieren. Die Kapazitätsplanung im Krankenhausbereich muss sich stärker als bisher am Markt orientieren, Krankenhäuser müssen ihre Finanzen selbst regeln und ihre Preise frei festlegen können, Ärzte sich uneingeschränkt niederlassen können und die Preisbindung für Arzneimittel abgeschafft werden."

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