vbw drängt beim Umbau der Energiesysteme

Brossardt: "2012 muss das Jahr des Umstiegs werden"

(PresseBox) (München, ) Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. appelliert an Politik und Gesellschaft, sich gemeinsam für den Umbau der Energieversorgung einzusetzen. "Der Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland bis 2022 ist ein gewaltiger Kraftakt mit ambitioniertem Zeitplan. Dieser Zeitplan muss auch für den Umbau der Energiesysteme gelten, damit die Stromversorgung anderweitig sichergestellt wird", sagt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. "War 2011 das Jahr des Ausstiegs, muss 2012 das Jahr des Umstiegs werden. Auch dafür brauchen wir klare und verlässliche Angaben."

Mit besonderer Sorge schaut Brossardt auf Bayern. "Im Freistaat wird es am schwierigsten. Hier müssen über 50 Prozent Kernenergiestrom ersetzt werden. Bayern liegt revier- und küstenfern und ist Standort vieler energieintensiver Betriebe, die auf eine sichere Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen existenziell angewiesen sind. Allein hier reden wir über mehr als hunderttausend Arbeitsplätze und einen Jahresumsatz von 25 Mrd. Euro", so Brossardt.

Laut Brossardt muss man sorgfältig darauf achten, dass der Umbau der Energieversorgung gelingt. "Hier ist auch der Staat gefordert. Nachdem der Bundesgesetzgeber mit seiner Ausstiegsentscheidung unternehmerisches Handeln ersetzt hat und in vielfältiger Weise mit politischer Steuerung in den Energiemarkt eingreift, muss er alles dafür tun, dass die zwangsläufig notwendigen massiven Investitionen in unsere Energieinfrastruktur auch tatsächlich stattfinden. Ich nenne dafür nur einige Beispiele:

- Wir brauchen eine Lösung, damit neue konventionelle Reservekraftwerke für wind- und sonnenarme Zeiten auch dann gebaut werden, wenn der Bau aufgrund des Einspeisevorrangs erneuerbarer Energien immer unwirtschaftlicher wird.

- Wir brauchen eine positive Entscheidung über verbesserte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für energetische Gebäudesanierungen, wenn anders das angestrebte Energieeffizienzziel nicht zu erreichen ist.

- Wir brauchen die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Speicherung von CO2 in deutsches Recht, damit die Wirtschaft diese Technologie fortentwickeln und zum Einsatz bringen kann.

- Wir brauchen eine Regelung, damit die von der Bundesregierung zugesagte Begrenzung der Umlage zur Forderung erneuerbarer Energien auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde tatsächlich gehalten wird.

- Wir brauchen eine schnelle Anpassung der Netzregulierung, um die dringend notwendigen Investitionen in den Ausbau der Stromnetze zu beschleunigen."

Die Lösung sieht Brossardt nicht allein bei Staat und Politik: "Sie müssen die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Doch gefordert sind wir alle, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir alle müssen uns dafür einsetzen, dass die Energiewende gelingt. Dabei dürfen wir keine Zeit verlieren. 2012 muss das Jahr werden, in dem die notwendigen operativen Umbauschritte angestoßen und auf den Weg gebracht werden."

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