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Werkverträge und Zeitarbeit unverzichtbar zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit

Brossardt: "Entscheidungsfreiheit 'make or buy' muss Unternehmenssache bleiben"

(PresseBox) (Nürnberg, ) Zeitarbeit und Werkverträge sind für bayerische Unternehmen unerlässlich, um bei volatiler wirtschaftlicher Lage, hohem Kosten- und Wettbewerbsdruck sowie komplexen arbeitsteiligen Wertschöpfungsketten in ihrem Kerngeschäft erfolgreich zu sein. Dies hat die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf ihrem "Deutschland hat Zukunft"-Kongress "Werkverträge und Zeitarbeit - unverzichtbare Instrumente" in Nürnberg betont.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt hob die positive Wirkung von Werkverträgen für den Industriestandort Bayern hervor: "In der modernen industriellen Produktion sichern Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit, indem sie sich spezialisieren. Dazu gehört auch, Arbeiten durch Werkverträge an externe Spezialisten zu vergeben. So können sich Firmen besser auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Das schafft Wohlstand und Arbeitsplätze."

Gleichzeitig betonte die vbw, dass industrielle Wertschöpfung weiterhin vor allem durch die eigene Wertschöpfung des Stammpersonals erbracht wird. Nach einer von den Verbänden der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie bayme vbm in Auftrag gegebenen Studie erbringt in rund 80 Prozent der Unternehmen der Branche das Stammpersonal mit Eigenleistung mehr als 60 Prozent der Wertschöpfung. Im industriellen Kernbereich der Fertigung weisen sogar 93 Prozent der Unternehmen eine Eigenleistungsquote von über 60 Prozent auf. Eine Änderung dieser Quoten ist nicht zu erwarten. Brossardt: "90 Prozent der Unternehmen wollen laut unserer Untersuchung den Anteil an fremdvergebenen Leistungen unverändert lassen oder sogar zurückfahren."

Brossardt erteilte Bestrebungen nach einer stärkeren Regulierung von Werkverträgen eine Absage: "Die Frage 'make or buy' muss eine freie unternehmerische Entscheidung bleiben." Bezüglich der Debatte um den Missbrauch von Werkverträgen verwies Brossardt darauf, dass der Rechtsrahmen das Thema umfassend abdeckt: "Scheinwerkverträge, etwa als Ersatz für Zeitarbeit, sind nach geltendem Recht verboten. Die gesetzlichen Sanktionen reichen aus, um Missbrauch zu verhindern. Weitere Regelungen sind überflüssig."

Auch die Zeitarbeit ist ein für viele Unternehmen unverzichtbares Personalinstrument. Brossardt: "Zeitarbeit bietet den Firmen die nötige Flexibilität, um bei einer stärker schwankenden Auftragslage erfolgreich zu sein. Gleichzeitig baut sie insbesondere Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten, die andernfalls kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten, eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt. Zeitarbeit ergänzt das Stammpersonal, sie ersetzt es aber nicht. In der M+E Industrie ist beispielsweise die Zahl der Stammarbeitskräfte seit dem Frühjahr 2010 um gut 60.000 gestiegen. Die Zahl der Zeitarbeiter ist hingegen 2012 um 12.000 auf 30.000 gesunken." Der Erfolg der Zeitarbeit darf laut Brossardt nicht durch neue Regulierungen gefährdet werden.

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