Weiterbildung kann Fachkräftelücke um rund ein Drittel schließen

Serie "Arbeitslandschaft 2030" (Teil 5)

(PresseBox) (München, ) Die kürzlich vorgestellte Neuauflage der vbw Studie "Arbeitslandschaft 2030" bestätigt die Prognose von 2008, dass bereits 2015 in Bayern über eine halbe Million Fachkräfte fehlen wird. Bis 2030 wird gut eine Million Stellen nicht besetzt werden können. Rund ein Fünftel davon, also etwa 200.000 Stellen, werden dann auf die Industrie und die industrienahen Dienstleistungen entfallen.

Das Thema Qualifizierung ist daher für die Fachkräftesicherung von besonderer Wichtigkeit. "Eine effizientere Weiterbildung kann den drohenden Mangel in Bayern laut unserer Studie bis 2030 um rund ein Drittel, also 350.000 Personen verringern. In der Industrie kann die drohende Fachkräftelücke von 200.000 Stellen sogar um mehr als 50 Prozent, also um gut 100.000 reduziert werden. Dies zeigt, wie wichtig lebenslanges Lernen ist, um berufliche Fähigkeiten und Wissen zu erhalten, anzupassen und zu erweitern", betonte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Die Studie empfiehlt, bei der Weiterbildung vor allem bei den Stärken anzusetzen, die ein Mitarbeiter in den Betrieb einbringt. Weist ein Mitarbeiter beispielsweise besondere sozial-kommunikative Kompetenzen auf, ist er überdurchschnittlich zuverlässig oder verfügt er über besondere Kenntnisse des Unternehmens, lohnen sich Investitionen in eine Weiterqualifizierung, die hier besondere Schwerpunkte setzt. Dies ist laut Studie erfolgversprechender, als solche Fachkräfte auf dem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt zu suchen.

Menschen mit Migrationshintergrund können laut Brossardt besonders von Qualifizierungsmaßnahmen profitieren: "Durch eine gezielte Nachqualifizierung, zum Beispiel bei der Unterstützung von Berufsabschlüssen, kann das Qualifikationsniveau der Personen mit Migrationshintergrund deutlich steigen. Wir sehen hier ein Potenzial von weiteren 260.000 Personen, mit denen ein Beitrag zur Schließung der Fachkräftelücke bis 2030 geleistet werden kann."

Zur Fachkräftesicherung hat die vbw fünf Handlungsfelder definiert: "Es gilt, die Beschäftigungschancen von Arbeitslosen durch eine intensivierte Arbeitsvermittlung zu verbessern und die Erwerbsbeteiligung insgesamt, vor allem von Frauen, zu erhöhen. Unabdingbar sind drittens eine Verlängerung der Arbeitszeit und viertens eine breit angelegte Bildungsoffensive. Schließlich ist die gezielte Zuwanderung ein wichtiger Baustein unseres Konzepts. In jedem Handlungsfeld haben wir spezielle Programme gestartet", sagte Brossardt.

Die bisherigen vier Teile der Serie zur "Arbeitslandschaft 2030" finden Sie im Internet unter: www.vbw-bayern.de/newsroom

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