Weihnachtszeit: Hinweise zu Rechtsfragen rund um das Arbeitsverhältnis zwischen den Jahren

(PresseBox) (München, ) Weihnachtszeit - für viele Arbeitnehmer Zeit von Urlaub, Gratifikationen und anderen Besonderheiten zum Jahreswechsel. Allerdings gibt es dazu in den Betrieben eine Fülle von Rechtsfragen. Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. gibt Hinweise rund um das Arbeitsverhältnis zum Jahreswechsel.

Fragen wirft dabei vor allem das so genannte Weihnachtsgeld auf. Dieses ist ein Teil der Entlohnung, die der Arbeitgeber anlässlich des Weihnachtsfests gewährt. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt weist darauf hin, dass es dem Arbeitgeber freisteht, ob und in welcher Höhe er das Weihnachtsgeld gewährt - soweit nicht durch Tarifverträge anders geregelt. "Allerdings kann der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Weihnachtsgeld aus betrieblicher Übung erwerben, wenn der Arbeitgeber diese Sonderzahlung über mindestens drei Jahre ohne Vorbehalt gewährt." Die Auszahlung des Weihnachtsgelds kann zudem davon abhängig gemacht werden, dass der Arbeitnehmer zu einem bestimmten Stichtag noch in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis steht.

Viele Betriebe machen zwischen Weihnachten und Dreikönig Betriebsferien. Die an den Feiertagen ausfallende Arbeitszeit kann durch Verlängerung der täglichen Arbeitszeit auf bis zu zehn Stunden vor- oder nachgearbeitet werden. "Der Tarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie beispielsweise sieht hierfür einen Zeitraum von 01. Oktober bis 28. Februar vor", erläutert Brossardt.

Trotz der Möglichkeit, Arbeitszeit nach vorne oder nach hinten zu verlagern, ist es in manchen Unternehmen notwendig, dass auch an den Feiertagen gearbeitet wird. Gründe können etwa Auftragsdichte oder Lieferverpflichtungen in Länder sein, die nicht an christliche Feiertage gebunden sind. Die betroffenen Arbeitnehmer erhalten hierfür in der Regel hohe Zuschläge. In der Metall- und Elektroindustrie beispielsweise beträgt der Zuschlag nach dem Manteltarifvertrag für Arbeitszeiten am Heiligen Abend und an Silvester ab 18 Uhr 100 Prozent. Am ersten Weihnachtsfeiertag und am Neujahrstag gibt es bei Arbeitszeiten bis zu zehn Stunden einen Zuschlag von jeweils 50 Prozent, am zweiten Weihnachtsfeiertag und am Dreikönigstag wird das normale Arbeitsentgelt abermals um 100 Prozent erhöht. Brossardt: "Das Besondere ist, dass diese Zuschläge, die neben dem Grundlohn gezahlt werden, steuerfrei sind. Hiermit wird das Engagement der Mitarbeiter, die aus betrieblichen Gründen die Weihnachtsfeiertage nicht komplett mit ihren Familien verbringen können, entsprechend gewürdigt."

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