Umfrage bayerische M+E-Industrie: Deutliche konjunkturelle Abkühlung, gedämpfte Erwartungen, wachsende Unsicherheit

Brossardt: "Trotzdem 5.000 zusätzliche Jobs im ersten Halbjahr 2012"

(PresseBox) (München, ) Die Konjunktur in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie hat ihren Höhepunkt deutlich überschritten. Die wirtschaftliche Abkühlung hat begonnen und wird sich im kommenden Jahr verstärkt fortsetzen. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: "Die bayerische Metall- und Elektroindustrie steht gut da, aber die Aussichten haben sich stark eingetrübt. Es herrscht wachsende Unsicherheit. Von einer bevorstehenden Rezession gehen wir nicht aus."

Laut Umfrage bewegt sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage durch die Firmen weiter im positiven Bereich und auf hohem Niveau. Allerdings wird sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft nicht mehr so gut bewertet wie bei der letzten Umfrage im Sommer dieses Jahres.

Die Erwartungen haben sich dagegen deutlich verschlechtert. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen ist sowohl beim Inlandsgeschäft als auch beim Auslandsgeschäft auf die Nulllinie gefallen. Brossardt: "Die Skepsis der Firmen beruht auf der großen Unsicherheit. Wie geht es mit der EU-Schuldenkrise weiter? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Auswirkungen auf die Realwirtschaft kommt? Aber auch harte Fakten, wie etwa das Nachlassen der weltweiten konjunkturellen Dynamik tragen zur Verunsicherung bei."

Die erwartete Abkühlung zeigt sich auch an den Produktions- und Investitionsplänen. Beide haben sich jeweils mehr als halbiert. "Produktion und die Investitionen werden in den kommenden Monaten langsamer wachsen", erklärt Brossardt.

Die positive Beschäftigungsentwicklung wird sich nur mit deutlich geringerer Dynamik fortsetzen. Brossardt: "Wir gehen davon aus, dass im 1. Halbjahr 2012 5.000 zusätzliche Jobs in der bayerischen M+E-Industrie entstehen werden." Am Ende dieses Jahres wird laut Brossardt insgesamt ein Plus von 26.000 auf 754.000 Arbeitsplätze zu verzeichnen sein. Das entspricht einem Wachstum von 3,6 Prozent in diesem Jahr.

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