"Prognos Deutschland Report": Arbeitslosigkeit 2035 bei fünf Prozent

Brossardt: Höhere Erwerbsbeteiligung unabdingbar

(PresseBox) (München, ) Die Prognos AG hat in ihrem "Prognos Deutschland Report" Deutschlands Perspektiven bis zum Jahr 2035 untersucht. Die wesentlichen Ergebnisse wurden im Rahmen des Kongresses der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. "Deutschland hat Zukunft - Wirtschaft 2035" erstmalig vorgestellt. Für den Hauptgeschäftsführer der vbw, Bertram Brossardt, zeigt der Report vor allem eines: "Bayerns Wirtschaft hat Zukunft!"

Der demografische Wandel in Deutschland wird der Studie zufolge dazu führen, dass das Bruttoinlandsprodukt langfristig nur mit durchschnittlich einem Prozent pro Jahr wachsen wird. "Nur wenn sich Menschen über 60 Jahre sowie Frauen in allen Altersklassen deutlich stärker als heute am Erwerbsleben beteiligen, kann der demografisch bedingte Rückgang des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsumfangs kompensiert werden. Die Arbeitslosenquote wird bis zum Jahr 2035 auf 5 Prozent zurückgehen," sagte Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff. Die Wertschöpfung werde insgesamt um 28 Prozent gegenüber dem Jahr 2008 gesteigert. Für Bayern sieht Böllhoff gute Chancen: "Der Freistaat wird aufgrund seiner guten wirtschaftlichen Ausgangsposition sowie der vergleichsweise günstigen demografischen Entwicklung mit einem Wachstum von durchschnittlich 1,2 Prozent pro Jahr den Spitzenplatz unter den Bundesländern einnehmen."

Brossardt fordert für die Zukunft weitere Verbesserungen im Bildungsbereich und eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung. "Dies und eine bedarfsgerechte Qualifizierung der Mitarbeiter werden entscheidende Wachstumsfaktoren sein. Wir brauchen außerdem eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. In Zukunft werden nur Unternehmen erfolgreich sein, die schneller Innovationen hervorbringen und die sich stärker internationalisieren." Die Unternehmen brauchten dazu eine Technologie- und Innovationspolitik aus einem Guss, eine internationaler agierende deutsche Wirtschaftspolitik, die nicht nur neue Absatz-, sondern auch Beschaffungsmärkte erschließen hilft sowie Flexibilisierungen auf dem Arbeitsmarkt. Brossardt: "Entscheidend für die Zukunft wird aber eine Konsolidierung der öffentlichen Haushalte sein. Dies bedeutet als erstes, dass es keine zusätzlichen Ausgaben außerhalb der derzeitigen Finanzmarktstabilisierung geben kann. Ganz im Gegenteil: Die Bundesregierung muss nun endlich konsequent mit dem Sparen beginnen!"

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon versicherte, die Haushaltskonsolidierung habe absolute Priorität. "Ab nächstem Jahr greift für den Bund die Schuldenbremse. Wie notwendig eine solche Regelung ist, zeigt die aktuelle Diskussion über den Rettungsschirm für den Euro. Grundvoraussetzung für einen stabilen Euro ist, dass sich neben Deutschland auch alle anderen europäischen Mitgliedsstaaten strikter finanzpolitischer Disziplin unterwerfen. Daher brauchen wir auch auf europäischer Ebene eine Übereinkunft zum nachhaltigen Abbau der Schulden in den öffentlichen Haushalten. Trotz der notwendigen Konsolidierung dürfen wir aber die Wachstumsimpulse nicht vergessen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Bayerische Staatsregierung den Themen Familien, Bildung und Innovation klare Priorität einräumt", sagte Fahrenschon.

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