"Mehr Transparenz und bessere Organisation des Bachelor-Studiums"

Brossardt fordert Hochschulen zu Neugestaltung der Studiengänge auf

(PresseBox) (München, ) "Nicht der Bologna-Prozess und seine Ziele, sondern seine unflexible Umsetzung belasten die Studierenden", sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. mit Blick auf die heutige nationale Bologna-Konferenz in Berlin. Nachzubessern gelte es bei der Gestaltung und Organisation des Studiums durch die Hochschulen, forderte Brossardt. Die Studienreform müsse stärker als bisher auch inhaltlich durch eine Neugestaltung der Lehrpläne und der Prüfungsmethoden umgesetzt werden. Brossardt: "Die Hochschulen und die Studenten benötigen innovative Lehr- und Lernformen statt Präsenzstudium, gebündelte und kompetenzorientierte Prüfungen und mehr Praxisbezug in den Studiengängen."

Neben berechtigter Kritik seien in der Diskussion um den Bologna-Prozess in den letzten Monaten auch viele pauschale Urteile über die neuen Studiengänge gefällt geworden, die nun revidiert werden müssten. So erweise es sich nach der aktuellen Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks als unrichtig, dass Bachelor-Studierende deutlich mehr Zeit in ihr Studium investieren müssten, weniger Zeit für Erwerbsarbeit neben dem Studium hätten, seltener ein Auslandsstudium planten oder einen erhöhten Beratungsbedarf hätten. Brossardt: "Im Gegenteil: Bachelor-Studierende investieren nicht mehr Zeit, als Diplom- und Magister-Studierende in den ersten drei Studienjahren und sie gewinnen frühzeitig Klarheit über ihr Fach. 76 Prozent der Wechsler treffen ihre Entscheidung bereits im ersten Studienjahr." Entscheidend für die Wirtschaft aber ist, dass Bachelor-Absolventen gut auf dem Arbeitsmarkt ankommen. Mit drei Prozent ist die Arbeitslosenquote 18 Monate nach Studienende genauso gering wie die der anderen Abschlussgruppen.

Aus Sicht der vbw ist nicht die Rückabwicklung der sinnvollen Reformen nötig, sondern ein Nachbessern. Die Hochschulen müssten ihre Blockadehaltung aufgeben und die echte Neugestaltung der Studiengänge weiter vorantreiben. "Die bayerische Wirtschaft steht zum Bologna-Prozess und seinen Zielen: International ausgebildete Studierende, generelle Berufsbefähigung des Studiums, offene Hochschulen und Optionen lebenslangen Lernens", fasste Brossardt zusammen.

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