Kapazitätsauslastung in bayerischer Industrie stark gesunken

Brossardt: „Nachfrageflaute wird zum Kostenproblem“

(PresseBox) (München, ) Die Kapazitätsauslastung in der bayerischen Industrie ist stark gesunken. Nach Berechnungen des Münchner ifo Instituts lag sie im Januar mit 77,6 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Bei der letzten Erhebung im Oktober lag die Auslastung in der bayerischen Industrie noch bei 86,4 Prozent.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.: "Einen derart starken Rückgang der Kapazitätsauslastung in so kurzer Zeit gab es noch nie." Die Schnelligkeit des Nachfragerückgangs treffe die heimische Industrie hart. "Viele Firmen kämpfen mit hohen Fixkosten aufgrund unausgelasteter Maschinen und haben daher inzwischen ein enormes Kostenproblem." Da derzeit keinerlei Aussicht auf Konjunkturverbesserung bestehe, werde die Situation immer schwieriger.

Brossardt: "Der Abbau von Arbeitszeitkonten und Kurzarbeit sind wichtige Möglichkeiten für die Unternehmen, Kapazitäten anzupassen." Das allein werde aber für viele Firmen nicht reichen, um die im Vergleich zu den Erlösen inzwischen viel zu hohen Kosten auf Dauer zu verkraften. Brossardt: "Dass in den kommenden Wochen und Monaten Arbeitsplätze in spürbarem Umfang in der bayerischen Industrie verloren gehen werden, scheint unvermeidlich."

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