Erstes Länderranking "Geschlechterdifferenzen im Bildungssystem"

Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen als Verlierer - Berlin und Hamburg als Gewinner - Bayern im Mittelfeld

(PresseBox) (München, ) Der Aktionsrat Bildung hat erstmals einen umfassenden Überblick zu Bildungsbeteiligung und Leistungsunterschieden von Mädchen und Jungen sowie der Geschlechteraufteilung in pädagogischen Berufen in den einzelnen Bundesländern geliefert. Die Gewinner sind Berlin und Hamburg, die Verlierer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Bayern liegt im Mittelfeld. Prof. Dr. Dieter Lenzen, Vorsitzender des Aktionsrats Bildung: "Kein Land kann in allen Untersuchungsfeldern geringe Geschlechterdifferenzen aufweisen. Bayern zeigt in den Kategorien Leistungsdifferenzen Mathematik im Sekundarbereich und Geschlechteraufteilung des pädagogischen Personals in der Hochschule mit dem 15. Platz sehr starke Geschlechterdisparitäten. Bei den Schulabgängern mit Hochschulreife belegt Bayern hingegen den dritten Platz. Die Unterschiede sind hier sehr gering. Auch bei dem Eintritt von Jungen und Mädchen in das Berufsvorbereitungsjahr liegt der Freistaat unter den ersten drei Plätzen."

Die Stadtstaaten Hamburg und Berlin stechen positiv hervor. Hamburg kann trotz eines hohen Anteils an Schulabbrechern die geringsten Differenzen zwischen Mädchen und Jungen ohne Schulabschluss aufweisen. In Berlin ist die Geschlechteraufteilung des Lehrerpersonals in den Berufsschulen fast ausgeglichen. Die letzten Rangplätze belegen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mecklenburg-Vorpommern nimmt dreimal den 14. Rangplatz ein, Brandenburg viermal den 16., Thüringen fünfmal den 13. und Sachsen-Anhalt fünfmal den 15. Rangplatz ein. Die Ausfälle liegen bei der Beteiligung von Männern an früh- und grundschulpädagogischem Personal, Lernleistungen und bei der Verteilung von Mädchen und Jungen ohne Schulabschluss. Das Risiko für Jungen, in Schule und Beruf zu scheitern, ist in diesen vier Bundesländern am größten.

Randolf Rodenstock, vbw-Präsident und Initiator des Aktionsrats Bildung, betont: "Wenn man davon ausgeht, dass es keine regional bedingten Begabungsdifferenzen zwischen Mädchen und Jungen gibt, dann ist die Benachteiligung eines Geschlechts allein aufgrund des Wohnorts nicht akzeptabel. Die Differenz ist ausschließlich durch soziales, politisches und administratives Handeln bzw. Unterlassen erzeugt. Diese Ungleichheit überschreitet die Grenze des rechtlich und moralisch Hinnehmbaren." Die vollständige Dokumentation ist unter www.aktionsrat-bildung.de abrufbar.

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