Brossardt zum Arbeitsmarkt: "Jetzt keine falschen Signale setzen"

vbw sieht "fragile Phase" - Warnung vor starken Lohnsteigerungen

(PresseBox) (München, ) "Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Bayern im Januar folgt dem saisonüblichen Trend. Gleichzeitig ist die konjunkturelle Abkühlung nicht zu leugnen." So kommentierte der Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, die gegenüber Dezember gestiegenen Arbeitslosenzahlen im Januar, die die Bundesagentur für Arbeit heute vorgelegt hat.

Aussagekräftig für den Zustand des Arbeitsmarkts ist der Vergleich mit dem Monat des Vorjahres. "Hier zeigt sich, dass der Arbeitsmarkt weiter in guter Verfassung ist. Insgesamt liegt die Zahl der Arbeitslosen in Bayern heute um über 40.000 niedriger als im Januar 2011. Dabei stehen alle Beschäftigungsgruppen deutlich besser da als vor Jahresfrist. Im Januar 2011 hatten wir bei den 15- bis 25-Jährigen noch eine Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent, heute liegt sie bei 3,2 Prozent." Auch die von der Bundesagentur separat ausgewiesenen Werte für die Beschäftigungsgruppe der Älteren liegen deutlich unter den Vergleichszahlen des Januars 2011. Waren damals noch 7,1 Prozent der 55- bis 65-Jährigen arbeitslos gemeldet, sind es heute nur noch 6,2 Prozent. Brossardt: "Dies ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Unternehmen, die ihr Engagement für Ältere und Jugendliche ausgeweitet haben."

Der vbw Hauptgeschäftsführer mahnte dennoch zur Vorsicht. "Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer fragilen Phase. Wir dürfen jetzt nicht die falschen Signale setzen. Die Unsicherheiten durch die Abkühlung der Konjunktur sowie durch die Lage auf den Finanzmärkten sind nicht absehbar. Der Arbeitsmarkt wird dann nachhaltig robust bleiben, wenn wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen erhalten. Starke Lohnsteigerungen wären deshalb in dieser Phase genau das Falsche", sagte Brossardt.

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