Brossardt betont wachsende Bedeutung älterer Mitarbeiter für die Wirtschaft

Beschäftigungszahlen Älterer stark angestiegen

(PresseBox) (München, ) Der Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., Bertram Brossardt, hat die wachsende Bedeutung älterer Mitarbeiter für die Wirtschaft betont: "Ältere Mitarbeiter sind mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung von unschätzbarem Wert für die Unternehmen. Auch aus demografischen Gründen werden wir verstärkt ältere Mitarbeiter brauchen, schließlich laufen wir allein in Bayern bis 2015 auf eine Fachkräftelücke von rund einer halben Million Menschen zu", sagte Brossardt.

Brossardt widersprach in diesem Zusammenhang Berichten, wonach Ältere auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen hätten. "Die Zahlen belegen das Gegenteil: Die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen hat sich in Deutschland bis 2010 auf rund 57 Prozent erhöht. Das sind zwölf Prozentpunkte mehr als 2005 und sogar 20 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2000. Betrachtet man die Altergruppe der 50-bis 64-Jährigen, so ist die Erwerbstätigenquote sogar auf 65 Prozent gestiegen, in der Altergruppe der 60- bis 64-Jährigen auf immerhin 41 Prozent. Hier liegt der Wert mehr als doppelt so hoch wie im Jahr 2000.

Derzeit vollzieht sich laut Brossardt in der Frage der Beschäftigung älterer Mitarbeiter ein Mentalitätswandel in der Gesellschaft. "Von März 2010 bis März 2011 hat die Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter im Alter von 55 bis 60 Jahren um knapp 110.000 auf 2,75 Millionen zugelegt. Bei Menschen im Alter von 60 bis 65 Jahren beträgt der Zuwachs sogar 156.000 auf 1,23 Millionen Personen. Dies ergibt kumuliert ein Plus von rund 266.000 Arbeitnehmern im Alter zwischen 55 und 65 innerhalb eines Jahres - und das allein in der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wir sehen hier das Ergebnis einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, die kontinuierlich weitergehen wird", sagte Brossardt.

Für Brossardt ist in diesem Zusammenhang die "Rente mit 67" ein wesentlicher Baustein zur Fachkräftesicherung und zum Erhalt von Wertschöpfung in Deutschland: "Wir müssen die Erfahrung und das Wissen älterer Mitarbeiter nutzen, so lange es geht. Schon aus diesem Grund darf an der Rente mit 67 nicht gerüttelt werden. Hinzu kommt, dass wir ohne die Rente mit 67 auch nicht die notwendige Anzahl an Beitragszahlern hätten, um die künftigen Renten zu finanzieren. Vor der demografischen Entwicklung darf niemand die Augen verschließen."

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