Bayerisches Handwerk mit Umsatzplus

Präsident Traublinger warnt vor steigenden Arbeitskosten

(PresseBox) (München, ) Das bayerische Handwerk hat die Rezession und den witterungsbedingten "Fehlstart" ins laufende Jahr überwunden. Kräftige Nachholeffekte im Bau, der wieder zunehmende Optimismus der Verbraucher und deutliche Impulse bei den Zulieferern halfen bei der Erholung. Dies erklärte der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, anlässlich der BHT-Mitgliederversammlung. Vor allem die Stimmungslage habe sich grundlegend verbessert. So bezeichnen mittlerweile 86 Prozent der Handwerksbetriebe ihre Geschäftslage als "gut" oder "befriedigend", das sind 22 Punkte mehr als am Tiefpunkt der Krise im März 2009, erläuterte Traublinger.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres erwirtschafteten die bayerischen Handwerksunternehmen rund 63 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von nominal einem Prozent, preisbereinigt ist das ein leichter Anstieg um ein halbes Prozent. Traublinger: "Das erste witterungsbedingt schlechte Vierteljahr ist daran schuld, dass das Umsatzplus nicht höher ausgefallen ist." Weiterhin stabil sei die Beschäftigung. Sorge bereite dem Handwerk allerdings, dass bereits einige Branchen Probleme haben, ihren Fachkräftebedarf zu decken. Für das gesamte Jahr 2010 erwartet der BHT, dass die Beschäftigung im Jahresdurchschnitt mit 852.000 annähernd auf dem Niveau von 2009 gehalten wird. Ende des Jahres dürfte es ca. 193.000 Betrieben im Freistaat geben.

Traublinger machte deutlich, dass die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen müsse, damit das Handwerk einen nachhaltigen Aufwärtstrend schafft. Ein Problem sei vor allem die Verteuerung der Arbeit. Der BHT-Präsident: "Diese Bundesregierung war angetreten, die Lohnzusatzkosten dauerhaft unter 40 Prozent zu drücken. Nun stehen Steigerungen in der Krankenversicherung ins Haus und es drohen auch noch Erhöhungen der Beiträge zur Pflegeversicherung."

Sorgen bereite dem Handwerk auch die aktuelle Entscheidung der EU zur Revision der Mutterschutzrichtlinie. Eine Verlängerung der Mutterschutzfristen von derzeit 14 auf 20 Wochen würde in Deutschland zusätzlich rund 1,5 Milliarden Euro kosten. "Das würde für unsere Betriebe, die ohnehin schon den Großteil des Mutterschutzlohns finanzieren, erneut steigende Lohnzusatzkosten und damit eine erhebliche Verteuerung von Arbeit bedeuten. Die Bereitschaft, Frauen einzustellen, könnte darunter erheblich leiden. Das ist sicher nicht im Sinne

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