Bayerische M+E-Industrie setzt auf Weiterbildung

Brossardt: "Jeder zweite Mitarbeiter 2008 eine Woche lang fortgebildet"

(PresseBox) (München, ) Die bayerischen Metall- und Elektrobetriebe setzen auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Das geht aus einer Umfrage der bayerischen Metall- und Elektroverbände BayME und VBM zu den Weiterbildungsaktivitäten ihrer Mitgliedsunternehmen im Jahr 2008 hervor. Demnach haben im vergangenen Jahr 55,2 Prozent aller Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie mindestens eine Weiterbildung besucht. Im Schnitt waren diese Mitarbeiter 4,6 Tage auf Fortbildung.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von BayME und VBM: "Das bedeutet: Im vergangenen Jahr war mehr als jeder zweite Beschäftigte in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie fast eine Woche auf Fortbildung." Mit der Weiterbildung und der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter reagieren die bayerischen Metall- und Elektrobetriebe laut Brossardt auf zwei zentrale Entwicklungen: Zum einen gehe der Trend weg von einfachen Arbeiten hin zu Tätigkeiten, die hohe Qualifikationen erfordern. Zum anderen hätten die Betriebe schon jetzt den in Folge der Demografie drohenden Fachkräftemangel im Blick. Beides veranlasse sie dazu, ihre Mitarbeiter verstärkt fortzubilden.

Positiv wertete Brossardt auch die Weiterbildungsquote der kleinen Unternehmen: "Obwohl es in mittelständischen Betrieben wesentlich schwieriger ist, Weiterbildung zu organisieren und Vertretungen während der Schulungszeiten zu bekommen, wurde mit einer Quote von 36 Prozent auch in Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern mehr als jeder Dritte Beschäftigte fortgebildet." Große Unternehmen haben dagegen andere Möglichkeiten, was sich auch in höheren Weiterbildungsaktivitäten ausdrückt: Bei Betrieben mit mehr als 1.000 Mitarbeitern wurden knapp 64 Prozent der Beschäftigten weitergebildet. Betriebe zwischen 501 und 1.000 Mitarbeitern schickten immerhin noch 47,7 Prozent der Mitarbeiter auf Fortbildung.

Die Umfrage ergab zudem, dass die Betriebe für jeden fortgebildeten Mitarbeiter im vergangenen Jahr durchschnittlich 1.091 Euro ausgegeben haben. Am meisten weiterqualifiziert wurden Meister oder Techniker. 66 Prozent aller Beschäftigten in diesen beiden Berufsgruppen wurden im letzten Jahr fortgebildet. Bei den Mitarbeitern mit Hochschulabschluss betrug die Quote 62,8 Prozent, bei den Facharbeitern 46 Prozent und bei un- und angelernte Arbeitnehmern 27,3 Prozent.

Zu den Perspektiven der Weiterbildung sagte Brossardt: "Langzeitherausforderungen wie Fachkräftemangel und demografischer Wandel verschwinden in Zeiten konjunkturellen Abschwungs nicht." Ab 2010 werden die Verbände daher die Unterstützung ihrer Betriebe bei der Weiterbildung und Qualifizierung in einem neugeschaffenen "Servicezentrum Aus- und Weiterbildung" zusammenführen und gebündelt anbieten.

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