Bayerische M+E-Industrie: Stimmung sprunghaft verbessert

Brossardt: „Starke internationale Wettbewerbsfähigkeit“

(PresseBox) (München, ) Die Stimmung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie hat sich weiter deutlich verbessert. Der ifo-Geschäftsklimaindex für die bayerische M+E-Industrie stieg im Juli sprunghaft von +15 auf +27 Punkte. Dies gaben die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm bekannt. "Die bayerische Metall- und Elektroindustrie beschleunigt ihren Erholungskurs und zeigt ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit", betont Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme vbm.

Der starke Anstieg des Gesamtindex ist vor allem der deutlich verbesserten Einschätzung der aktuellen Lage zu verdanken. Der Wert sprang von -2 Punkten im Juni auf +20 Punkte im Juli. Über Null lag die Einschätzung der aktuellen Lage letztmals im Oktober 2008. "Nachdem die Erwartungen schon seit Monaten deutlich im positiven Bereich lagen, wird jetzt auch die aktuelle Lage gut bewertet." Bis auf den Bereich Rundfunk-, Fernsehen und Nachrichtentechnik ist der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen der aktuellen Lage inzwischen in jeder einzelnen Branche der Metall- und Elektroindustrie positiv. Brossardt: "Die Konjunkturerholung ist endgültig auf breiter Basis angekommen. Besonders erfreulich ist, dass die Lagebewertung im Maschinenbau im Juli von -9 auf +5 Punkte zulegen konnte."

Auch die Geschäftserwartungen sind weiter gestiegen, sie verbesserten sich im Juli gegenüber Juni von +33 auf +36 Punkte. Die Exporterwartungen wuchsen von +34 Punkte auf +37 Punkte. "Damit liegen die Exporterwartungen sehr nahe an dem Allzeithoch vom Mai 2010 mit +41 Punkten. Es bestätigt sich einmal mehr, dass die M+E-Industrie gerade durch den Export aus der Krise kommt", bekräftigt der Hauptgeschäftsführer.

Der Auslastungsgrad lag im Juli bei 81,1 Prozent, das waren 2,6 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung im April. Brossardt: "Es ist eine gute Nachricht, dass die Kapazitätsauslastung, die in der Krise unter 70 Prozent lag, sich wieder der Normalauslastung von 85 Prozent nähert."

Brossardt unterstreicht, mit welchem Tempo sich die M+E-Industrie aus der Krise gearbeitet hat: "Während vor sechs Monaten noch 62 Prozent der Firmen angaben, dass bei ihnen ein Mangel an Aufträgen zu Produktionsbehinderungen führt, waren es vor drei Monaten 34 Prozent und im Juli nur noch 18 Prozent." Gleichwohl warnt Brossardt vor zu viel Optimismus: "Mit der bayerischen M+E-Industrie geht es weiter bergauf. Es ist aber zu erwarten, dass sich das Wachstum im zweiten Halbjahr 2010, spätestens aber 2011, verlangsamen wird."

Quelle: Daten des ifo-Instituts. Es handelt sich jeweils um den Saldo aus positiven und negativen Meldungen der bayerischen M+E-Firmen.

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