Bayerische M+E-Industrie: Produktion und Auftragseingänge im Aufwind

Brossardt: Tempo der wirtschaftlichen Erholung schwächt sich aber ab

(PresseBox) (München, ) Produktion und Auftragseingänge in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie steigen weiter an. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung von Daten des Statistischen Landesamts, die die Verbände der bayerischen Metall- und Elektroindustrie bayme und vbm für den Monat Juni vorgenommen haben. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme und vbm: "Die Erholung setzt sich fort. Wir liegen aber immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Um dieses zu erreichen, ist ein weiteres Produktionswachstum um 13 Prozent notwendig."

Die Produktion in der bayerischen M+E-Industrie ist im Juni um drei Prozent gestiegen und im Schnitt des zweiten Quartals um 6,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Brossardt: "Inzwischen sind gut 60 Prozent des Einbruchs wettgemacht. Auch dies zeigt, dass noch eine lange Wegstrecke vor uns liegt."

Die Auftragseingänge stiegen mit etwas schwächerer Dynamik. Sie legten im Juni um 0,7 Prozent gegenüber Mai zu. Im Schnitt des zweiten Quartals lagen sie um 7,5 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals. Bei den Aufträgen sind gut zwei Drittel des Einbruchs während der Rezession wieder aufgeholt worden.

Der Beschäftigungsabbau ist gestoppt. Seit April stagniert die Zahl der Beschäftigten in der bayerischen M+E-Industrie bei 716.000. Auf absehbare Zeit dürfte sich der Aufholprozess sogar in wieder steigenden Beschäftigungszahlen bemerkbar machen. Die Beschäftigungspläne der Unternehmen zeigen wieder nach oben. "Wir gehen davon aus, dass in der bayerischen M+E-Industrie im zweiten Halbjahr 7.000 neue Stellen entstehen," so Brossardt weiter.

Brossardt geht allerdings davon aus, dass sich das Erholungstempo abschwächen wird. "Darauf deuten unter anderem die aktuellen ifo-Daten zum Weltwirtschaftsklima hin. Deshalb muss alles daran gesetzt werden, die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen zu sichern. Kostensteigerungen bei Lohn- oder Lohnzusatzkosten würden uns zurückwerfen. Es kann jetzt nicht um Lohndiskussionen, sondern allein um die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und damit der Arbeitsplätze gehen."

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