Bayerische M+E-Industrie: Anteil älterer Mitarbeiter steigt

Brossardt: "Demografiefeste Personalpolitik nötig"

(PresseBox) (München, ) Der Anteil der älteren Beschäftigten an den Gesamtbelegschaften in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie steigt stetig an. Im Jahr 2010 waren bereits 13,3 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter älter als 56 Jahre. 2009 waren es 12,7 Prozent und 2008 10,1 Prozent. Das geht aus einer Benchmarkstudie der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm hervor.

bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: "Ältere Arbeitnehmer sind von hohem Wert für die Unternehmen. Bereits 2030 wird jeder dritte Mensch in Bayern älter als 60 Jahre sein. Gleichzeitig steuern wir auf einen massiven Fachkräftemangel zu. Die steigenden Beschäftigungszahlen älterer Menschen zeigen, dass bei den Unternehmen schon längst ein Mentalitätswandel bei der Beschäftigung älterer Mitarbeiter stattgefunden hat. Wir gehen davon aus, dass der Anteil älterer Mitarbeiter in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie auch künftig weiter steigen wird."

Brossardt weist auf die Herausforderungen dieser Entwicklung hin: "Im Zusammenhang mit der demografischen Situation sind zunächst die Mitarbeiter selbst gefordert, sich länger fit zu halten. Aber auch die Unternehmen initiieren verstärkt Maßnahmen, die die Gesundheit und Leistungsfähigkeit vor allem der älteren Mitarbeiter positiv beeinflussen." Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und bayme vbm haben deshalb vor kurzem ein Maßnahmenpaket gestartet, das die Unternehmen dabei unterstützt, die Beschäftigungsfähigkeit Älterer zu verbessern. Das Projekt setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen:

· Altersstrukturanalyse-Tool: Ein Online-Angebot, mit dem die Unternehmen die Entwicklung der Altersstruktur ihrer Belegschaft transparent und sichtbar machen können.

· DemografieCheck: Ein Online-Angebot, das die bayme vbm Mitgliedsunternehmen bei der Analyse und Gestaltung demografiefester Arbeitsplätze unterstützt.

· Modellprojekt zur Implementierung eines betrieblichen Demografiemanagements: Auf der Basis einer Ist- und Bedarfsanalyse werden für jedes einzelne Unternehmen notwendige individuelle Handlungsstrategien im Bereich der Gesundheits- und Verhaltensprävention, der Motivation zu längeren Arbeitszeiten unter Mitarbeitern, der Arbeitsorganisation und -gestaltung und der gezielten Gewinnung von Arbeitskräften erarbeitet.

· DemografieManager: Speziell entwickeltes Weiterbildungsprogramm für die M+E-Betriebe, das kompakt die grundlegenden, in der Praxis anwendbaren Kenntnisse und Fertigkeiten eines Demografiemanagements vermittelt.

· Demografieberater: Ab Sommer 2012 stehen speziell geschulte Berater den M+E-Mitgliedsunternehmen zur Verfügung, die die Unternehmen vor Ort unterstützen.

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