Arbeitsmarkt: vbw rechnet mit weiteren harten Monaten

Brossardt: "Konsum ist stabilisierendes Element der Konjunktur"

(PresseBox) (München, ) Für Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., zeigt der eher moderate Zuwachs der Arbeitslosenzahlen im Februar, dass der konjunkturelle Abschwung zwar auf dem Arbeitsmarkt angekommen ist, dass aber die Bemühungen der Betriebe, Arbeitsplätze zu halten, noch Erfolg haben. "Dass die Arbeitslosigkeit im Winter ansteigt, ist durchaus üblich. Wir rechnen allerdings damit, dass in den nächsten Monaten deutlich mehr Arbeitsplätze verloren gehen", sagte Brossardt.

Erfreulich sei auch, dass die Konjunkturkrise noch nicht auf den Konsum durchschlage. "Der heute vorgestellte GfK-Index zeigt, dass der private Konsum derzeit ein stabilisierendes Element der Konjunktur ist", sagte Brossardt.

"Die in den letzten zwei Monaten extrem stark angestiegenen Anzeigen für Kurzarbeit zeigen, dass die weltweite Konjunkturkrise inzwischen mit voller Wucht in der bayerischen Wirtschaft angekommen ist. Sie sind aber auch Beleg dafür, dass die Betriebe in Bayern alles daran setzen, Kündigungen zu vermeiden und möglichst viele bewährte Fachkräfte über die Krise hinweg zu halten. Ein Beschäftigungsabbau dürfte in Bayern aber in den nächsten Monaten unvermeidlich sein."

Brossardt forderte Anstrengungen aller gesellschaftlichen Gruppen, um die schwierige Situation zu überwinden. Insbesondere rief er die Gewerkschaften zu einer Intensivierung der Kooperation auf. "Es geht jetzt darum, die schwierigen betrieblichen Situationen schnell auf Betriebsebene mit guten Lösungen abzufedern."

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