29. Bayerisches Wirtschaftsgespräch mit Dr. Philipp Rösler

Prof. Rodenstock: "Deutschland braucht den Euro"

(PresseBox) (München, ) Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, war Gast des 29. Bayerischen Wirtschaftsgesprächs der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Rösler sprach zum Thema "Rückbesinnung auf die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland und Europa".

Bundesminister Dr. Philipp Rösler: "Unsere Wirtschaftspolitik setzt auf das Erfolgsrezept der Sozialen Marktwirtschaft und damit auf wirtschaftliches Wachstum als Treiber für Wohlstand und Fortschritt. Umso erfreulicher ist es, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer ausgesprochen robusten Verfassung ist. Mit den Grundprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft wollen wir auch Europa zu einer wirklichen Stabilitätsunion ausbauen. Mit strikter Haushaltsdisziplin und einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in allen Euroländern haben wir gute Chancen, die gegenwärtige Vertrauenskrise zu überwinden und Europa wieder auf Wachstumskurs zu bringen."

vbw Präsident Professor Randolf Rodenstock hob in seiner Begrüßung die ordnungspolitische Bedeutung der Sozialen Marktwirtschaft hervor: "Dieses Wirtschaftsmodell hat unserem Land seit über sechs Jahrzehnten Wachstum und Wohlstand gebracht. Nur die Soziale Marktwirtschaft wird heute, in turbulenten Zeiten, die notwendige Orientierung bieten können." Europa als Ganzes, so Rodenstock, muss die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft - Freiheit aus Verantwortung, Wettbewerbsorientierung und subsidiäres Wirken - umsetzen, damit Wachstum und Wohlstand wieder zum Markenzeichen des europäischen Kontinents werden. "Dann wird auch das Vertrauen der Finanzmärkte dauerhaft zurückkehren", so Rodenstock.

In diesem Zusammenhang brach der vbw Präsident eine Lanze für den Euro. "Gerade die Erfolge Bayerns sind eng mit dem Euro verknüpft. Jedes Jahr exportieren bayerische Firmen Waren im Wert von über 50 Milliarden Euro in die Länder der Eurozone. Ohne den Euro würden die Wechselkursschwankungen unseren innereuropäischen Außenhandel dämpfen und die Kosten für die Unternehmen erhöhen. Dank der Größe des Währungsraums ist der Euro gegenüber Drittwährungen weniger schwankungsanfällig als es die D-Mark wäre. Es muss daher alles dafür getan werden, den Euro als Währung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes Europa zu erhalten und zu stärken."

Rodenstock ist der Überzeugung, dass Deutschland seiner Vorbildrolle in Europa nur dann gerecht werden kann, wenn es selbst ordnungspolitisch auf Kurs bleibt. "Wir müssen jetzt alle Weichen auf Wachstum stellen. Das heißt: mehr Geld in die Infrastruktur investieren, die Lohnfindung auch im Niedriglohnsektor den Tarifpartnern der jeweiligen Branchen überlassen, die Weichen in der Gesundheits- und Pflegeversicherung auf mehr Wettbewerb und Transparenz stellen und schließlich mehr Geld in Bildung stecken. Denn eine gute Bildungspolitik ist die beste Sozialpolitik."

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