45 Jahre IBM Mainframe

(PresseBox) (Stuttgart, ) Der IBM Mainframe feiert dieses Jahr auf der CeBIT seinen 45. Geburtstag. Die Ankündigung des IBM Großrechners System /360 im Jahr 1964 stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Informationstechnologie dar.

Das wichtigste Designkriterium des System/360 war die Schaffung eines universellen Rechners für praktisch alle Einsatzgebiete - also ein General Purpose-System. Daher auch der ursprüngliche Name: 360 Grad des vollen Kreises. Dank der Innovationsfähigkeit seiner Entwickler ist der Mainframe seit 45 Jahren die zentrale Plattform für Verfügbarkeit, Sicherheit, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit. Unternehmen schätzen zudem die hohe Energieeffizienz und die Flexibilität des Großrechners. Damit kann er einen wichtigen Beitrag für die Dynamisierung von IT-Infrastrukturen leisten.

Die Ankündigung des IBM System/360 im April 1964 erweiterte die Einsatzmöglichkeiten von Informationstechnologie für Unternehmen maßgeblich und hatte dadurch Auswirkungen auf die meisten Geschäftsprozesse. Die Technologie des IBM Großrechners legte den Grundstein für viele weitere Entwicklungen in der Informationstechnologie, wie zum Beispiel den Boom des PCs in den 80er Jahren, das Wachstum des Internets, elektronische Datenbanken oder auch Transaktionssysteme, die heute die Grundlage zahlreicher Geschäftsmodelle sind.

Heute vertrauen Kunden zahlreicher Industriezweige auf die Mainframe-Plattform als Basis für ihre wichtigsten Unternehmensdaten und -anwendungen und zum sicheren Betrieb ihrer Geschäftstransaktionen. So nutzen zum Beispiel die Top 50 der Banken weltweit und 22 der 25 größten Einzelhändler in den USA den IBM Mainframe. Die Marktakzeptanz der IBM Mainframes führte dazu, dass das IBM System z seinen Marktanteil in diesem Jahrzehnt verdoppeln konnte, so der IDC High-End Server Quarterly Tracker. (1) Ausschlaggebend für die Entscheidung von Kunden für den IBM Mainframe sind auch die beispiellosen Virtualisierungsmöglichkeiten unter anderem für Konsolidierungsprojekte. Für Mainframes gibt es Virtualisierung seit 1971 und seitdem findet eine rasante Entwicklung auf diesem Gebiet statt. Verglichen hiermit steht die Virtualisierung in manchen anderen Bereichen noch ganz am Anfang.

Ursula Wagner, Mainframe Platform Leader IBM Deutschland, erläutert: "Mainframes können in der IT-Infrastruktur von Unternehmen eine zentrale Rolle spielen. Insbesondere die seit Jahrzehnten bewährten Eigenschaften rund um Sicherheit, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit bei hoher Wirtschaftlichkeit haben Großrechner zum Rückgrat der IT in vielen Bereichen gemacht. Moderne Anwendungen, das Web2.0-Umfeld sowie die Entwicklung zu dynamischen und serviceorientierten IT-Infrastrukturen bin hin zu Clouds bringen Stärken von Mainframes neu zur Geltung, da sich über Virtualisierung und Provisioning die vorhandenen Infrastrukturen mit neuen Projekten weiter optimieren lassen."

Auch in Deutschland kann IBM Mainframe-Neukunden verzeichnen. Hierzu gehört zum Beispiel das Beratungsunternehmen Bearing Point. Die Technologie- und Managementberatung BearingPoint GmbH ist ein wichtiges Cosultingunternehmen in Deutschland und ein weltweit operierender System Integrator. BearingPoint entschied 2008 in Deutschland einen eigenen Mainframe anzuschaffen, um Entwicklungsaufgaben und Lösungen im Software- und Anwendungsbereich für ihre Mainframe-Kunden effektiver zu realisieren.

Ein weiterer Mainframe-Neukunde ist die EFiS Financial Solutions AG aus Frankfurt. Der Zahlungsverkehr-Spezialist beauftragte den Darmstädter IBM Premium Partner PROFI Engineering Systems AG kürzlich mit der Installation des IBM System z. Von der Umstellung ihres IT-Systems erwartet EFiS erhöhte Sicherheit, Skalierbarkeit und Verarbeitungsleistung. Ausschlaggebend für die Entscheidung für einen Mainframe waren außerdem die Energieersparnis und optimale Ressourcennutzung im Sinne von Green IT.

Die Finanz Informatik (FI) setzt auch in Zukunft auf IBM Großrechner-Technologie. Kürzlich verlängerte der IT-Service-Provider der Sparkassen-Finanzgruppe in Deutschland ihre strategische Partnerschaftsvereinbarung mit IBM um fünf Jahre. Die Transformation existierender Rechenzentren der FI ermöglicht eine Reduzierung der IT-Kostenstruktur, eine Verringerung des Energiebedarfs und eine Performanceverbesserung der gesamten IT-Infrastruktur.

Als Vereinigung von Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen, die Information und Communication Technology (ICT)-Anwendungen auf der Basis von IBM-Architekturen betreiben, begleitet die GUIDE SHARE EUROPE (GSE) den Mainframe von Anfang an. Dr. Michael Weiß, Regional Manager Germany der Interessensvertretung GSE: "Aus der IT vieler unserer großen GSE-Mitgliedsunternehmen ist der Großrechner auch heute, nach 45 Jahren IBM Mainframe, nicht wegzudenken. Unsere Anwender schätzen am Mainframe neben der hohen Verfügbarkeit die Auslastbarkeit, die Stabilität und den sehr hohen Automationsgrad. Diese Faktoren verhelfen der Plattform nicht nur unter IT-Service-Continuity-Management (ITSCM)-Gesichtpunkten zu einem Alleinstellungsmerkmal im Businessumfeld. Neue Mainframe-Kunden nutzen den Mainframe vornehmlich als Host für z/LINUX-Partitionen. Dies rechnet sich auch finanziell."

Mit der großen Marktakzeptanz der IBM Mainframes gingen folgende Entwicklungen einher:

-Das Wachstum der Mainframe-Anwendungen: 600 neue oder weiterentwickelte Anwendungen wurden in den letzten Jahrenvorgestellt. Damit gibt es mehr als 5.000 Anwendungen.
-Mehr als 1.400 ISVs (Independant Software Vendors) entwickeln Anwendungen für IBM System z Mainframes.
-Mehr als 130 IBM Business Partner und Systemintegratoren sind als Verkäufer der IBM System z Mainframes zertifiziert.
-Mehr als 500 Universitäten weltweit arbeiten mit IBM zusammen, um die Mainframe-Ausbildung voranzutreiben. 2004 waren es noch 24 Universitäten. In den letzten vier Jahren haben mehr als 50.000 Studenten an Kursen teilgenommen, um ihre Mainframe-Skills zu erweitern.

Auch Deutschland spielte bei der Entwicklung der Mainframes von Anfang an eine wichtige Rolle. Im deutschen IBM Entwicklungszentrum in Böblingen entwickeln Experten seit Gründung 1953 Hardware, Betriebssysteme und Steuerungssoftware für Großrechner. Zu den bedeutenden Innovationen in der über vierzigjährigen Produktgeschichte des Mainframes zählen die Entwicklung der energiesparenden Complementary-Metal-Oxide-Semiconductor-Technologie (CMOS) für den Großrechner sowie die erfolgreiche Implementierung des offenen Betriebssystems Linux auf einem Mainframe. Linux sowie CMOS sind längst zum Standard bei Großrechnern geworden. Bereits das Systemdesign des damals kleinsten Mainframes der S/360 Reihe stammte aus Böblingen. Heute kommen beträchtliche Anteile der aktuellen und auch zukünftiger Mainframes aus dem deutschen IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum. Dies gilt sowohl für Hardware, als auch für Firmware, mehrere Betriebssysteme und nicht zuletzt auch für verschiedene Softwareprodukte im Mainframe-Umfeld, für die die weltweite Entwicklungsverantwortung in Böblingen liegt.

Weitere Informationen zum IBM Mainframe unter http://www-03.ibm.com/systems/de/z/.

(1) According to IDC's high-end +$250K servers quarterly tracker results from 3Q 2000 to 2Q 2008. IDC 2Q08 WW Server Tracker.

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