Die Humboldt-Universität zu Berlin fordert eine Revision der Bologna-Reform

(PresseBox) (Berlin, ) Mit großer Mehrheit hat der Akademische Senat der Humboldt-Universität zu Berlin die Resolution "Konsequenzen aus der Kritik - Die Humboldt-Universität fordert eine Revision der Bologna-Reform" angenommen. Die Stellungnahme, die eine deutliche Position zum bisherigen Bologna-Prozess bezieht und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigt, wurde nach intensiven Beratungen aller im Akademischen Senat vertretenen Statusgruppen beschlossen. Auch die Studierendenvertreter haben der Resolution zugestimmt. Die Universität hofft so, auf die anstehenden Beratungen zwischen Bund und Ländern gestaltend Einfluss nehmen zu können.

Als eine der ersten Hochschulen Deutschlands hat die Humboldt-Universität die durch den Bologna-Prozess vorgegebenen Ziele der Studienreform umgesetzt. Sie verfügt damit über umfassende Erfahrungen mit dem neuen System und sieht berechtigten Anlass zur kritischen Überprüfung der derzeit gültigen Bachelor- und Masterregelung. So bekennt sich die Universität nachdrücklich zur europapolitischen Zielsetzung der Reform, mahnt allerdings eine größere inhaltliche Flexibilität an, so dass "der Austausch mit den Universitäten auf anderen Kontinenten weder eingeschränkt noch behindert wird. Deshalb genügt die Überprüfung der Kompatibilität der Studiengänge und Abschlüsse in Europa nicht."

Die jetzt beschlossene Bologna-Resolution greift die Inhalte der bundesweiten Studierendenproteste auf und zeigt alternative Entwicklungsmodelle. Nach Ansicht aller Beteiligten haben die Verantwortlichen in Bund und Ländern unbedingt "eine Überprüfung der bisherigen Reformmaßnahmen einzuleiten, deren Ergebnisse alsbald zu wirksamen Konsequenzen führen müssen. Andernfalls wird das Hochschulsystem in der Bundesrepublik dauerhaft Schaden nehmen", so die einmütige Meinung der Universität.

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