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Norddeutscher Immobilienmarkt ist nicht überhitzt
- HWWI bewertet norddeutschen Immobilienmarkt
- Inflationsbereinigte Preise unter dem Niveau von 1995
- Keine Preisblase erkennbar - aber spekulative Übertreibungen in besonders gefragten Lagen möglich
Die Immobilienpreise in Norddeutschlands Städten werden weiter steigen. Zu dieser Bewertung kommt das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) für die Mittelstandsinitiative Unternehmer Positionen Nord (UP°). Inflationsbereinigt kostet Wohneigentum allerdings weniger als im Jahr 1995. Eine rein durch Spekulationen getriebene Preisblase am Immobilienmarkt sieht das HWWI nicht.
Im Jahr 2012 kosten Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert in Hamburg durchschnittlich sieben Prozent mehr als 2011. In Bremen legt der Durchschnittspreis dieses Immobiliensegments im gleichen Zeitraum sogar um 11,7 Prozent zu. Bei Eigentumswohnungen mit gutem Wohnwert ist die Preissteigerung noch deutlicher: Deren durchschnittliche Kaufpreise sind in den vergangenen zwölf Monaten in Hamburg um neun Prozent und in Bremen um 13,4 Prozent gestiegen.
Immobilien als sicherer Hafen
Als Grund für die Preissteigerungen nennt das HWWI eine hohe Nachfrage, die von der Urbanisierung ausgelöst wird. In Hamburg beispielsweise stieg die Bevölkerungszahl im vergangenen Jahrzehnt um vier Prozent, was rund 70.000 Personen entspricht. Nachfragesteigernd wirken auch die zurzeit niedrigen Hypothekenzinsen, die nicht nur bei den norddeutschen Privathaushalten das Interesse an Immobilienbesitz wecken. Ferner haben in- wie ausländische Anleger den gesamten deutschen Immobilienmarkt als sicheren Hafen entdeckt.
Preissteigerung inflationsbereinigt geringer
Trotz der jüngst rapiden Preissteigerungen geht das HWWI nicht von einer Preisblase am norddeutschen Immobilienmarkt aus. Denn die aktuellen durchschnittlichen Kaufpreise liegen inflationsbereinigt deutlich unter dem Stand des Jahres 1995. Auch im Vergleich zu den jeweiligen Durchschnittsmieten haben die aktuellen Kaufpreise für Wohnimmobilien an vielen Standorten historisch betrachtet noch Aufholpotenzial.
Da das Wohnungsangebot nur langsam an die Nachfragesteigerung angepasst werden kann, sind moderate Preissteigerungen weiterhin wahrscheinlich. Für derzeit besonders gefragte Lagen oder Stadtteile in Norddeutschlands Städten können Übertreibungen allerdings nicht ausgeschlossen werden.
Die Auswertung von Prof. Dr. Alkis Henri Otto, Leiter des Themenfeldes "Immobilienmärkte" am HWWI, basiert auf Daten des Immobilienverbands Deutschland (IDV) beziehungsweise dessen Vorgängerorganisation Ring Deutscher Makler (RDM). Betrachtet wurden die Immobilienmärkte in acht norddeutschen Städten: Hamburg, Bremen, Flensburg, Kiel, Lübeck, Lüneburg, Rostock und Schwerin. Das HWWI ermittelte hierzu für den Zeitraum 1991 bis 2011 die mit dem Konsumentenpreisindex inflationsbereinigten Preisänderungen von Wohneigentum. Den Beitrag des HWWI finden Sie als PDF zum Download unter: www.unternehmerpositionen.de
Mit der Mittelstandsinitiative Unternehmer Positionen Nord (UP°) unterstreicht die HSH Nordbank ihre Positionierung als Bank für Unternehmer. In Zusammenarbeit mit dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) bietet die Initiative ein umfangreiches Informationsangebot zu unternehmerischen Fragestellungen. Mit hochwertigen Veranstaltungen schafft sie ein exklusives Forum zum Meinungsaustausch mit namhaften Experten sowie dem Top-Management und Spezialisten der HSH Nordbank. Zentrale Informationsplattform ist die Internetseite www.unternehmerpositionen.de
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