1. Deutscher Stirling Kongress auf der “CLEAN ENERGY POWER® 2006”

Renaissance des Stirlingmotors

(PresseBox) (Reutlingen, ) Der Stirlingmotor wurde bereits im Jahr 1816 von Robert Stirling in Schottland patentiert – also noch vor der Erfindung von Otto- und Dieselmotor. Verschiedenste Versuche, den Motor technisch in größerem Umfang zu nutzen, sind allerdings bislang gescheitert. Hauptursache dafür war speziell beim Einsatz im Automobil seine Trägheit beim Lastwechsel. Vorteile des Stirlingmotors wie der problemlose Einsatz regenerativer Brennstoffe und die geringen Schadgasemissionen waren in der Vergangenheit wenig von Belang.

Mit der Verknappung fossiler Primärenergieträger und dem zunehmenden Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre wird nun jedoch dringend nach alternativen Energiewandlern gesucht. Hier steht der Stirlingmotor bereits zur Verfügung: ein erstes in Serie produziertes, marktfähiges und zertifiziertes Mini-Blockheizkraftwerk auf Basis des Stirlingmotors ist seit Mitte 2004 erhältlich. Das Gerät, das mit Erdgas betrieben wird, ist sowohl von den spezifischen Anschaffungskosten als auch von den Wirkungsgraden auf gleicher Höhe mit den Ottomotor-BHKWs. Weitere Stirlingmotor-BHKWs stehen kurz vor der Markteinführung.

Die Anwendung in der Kraft-Wärme-Kopplung bietet sich optimal für den Stirlingmotor an, da die Lastwechselträgheit, die im Wesentlichen auf die äußere Wärmezufuhr zurückzuführen ist, hier keine bedeutende Rolle spielt.

Die äußere Wärmezufuhr wirkt sich sogar äußerst vorteilhaft aus, da das Innere des Motors nicht durch Verbrennungsrückstände verschmutzt wird. Damit wird eine lange Lebensdauer mit deutlich längeren Wartungsintervallen im Vergleich zu Motoren mit innerer Verbrennung erreicht. Des Weiteren ermöglicht die Wärmezufuhr von Außen sowohl eine kontinuierliche und damit emissionsarme Verbrennung als auch den Einsatz regenerativer Brennstoffe wie Biogas oder feste Biomasse. Eine vorherige Vergasung fester Biomasse sowie Reinigung der Einsatzgase sind nicht notwendig.

Die Einkopplung von Solarenergie stellt eine weitere, energetisch äußerst interessante Alternative dar, da hier elektrische Wirkungsgrade von über 20 % erreichbar sind und damit ein erheblicher Vorteil gegenüber der Photovoltaik besteht.

Einen umfassenden Überblick über den Stirlingmotor gibt der „1. Deutsche Stirling Kongress“ am 19.01.2006 im Rahmen der „CLEAN ENERGY POWER® 2006“ im ICC Berlin. Renommierte Referenten aus Wissenschaft, Forschung und Industrie zeigen den Stand der Technik, Zukunftsperspektiven, verschiedene Energiequellen und die Ergebnisse aktueller Forschungsprojekte rund um den Stirlingmotor. Weitere Informationen gibt es unter www.energiemessen.de.

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