Starthilfe für Nachwuchsingenieure

Schüler der Konstanzer Geschwister-Scholl-Schule besuchen in ihrer Freizeit Junior-Ingenieur-Akademie an der Hochschule Konstanz

(PresseBox) (Konstanz, ) Sie arbeiten in weißen Ganzkörperoveralls im Labor, büffeln physikalische Formeln und lernen mit der Unterstützung von Hochschulprofessoren Eigenschaften von Faserverbundwerkstoffen kennen: 13 Jungs der 8. Realschulklasse der Konstanzer Geschwister-Scholl-Schule besuchen Woche für Woche die Hochschule Konstanz, am Nachmittag in ihrer Freizeit. "Wieso sollte ich nicht?", ist die verständnislose Antwort eines 14-Jährigen auf die Frage, warum er das Angebot der Gesellschaft Berufliche Bildung (BBQ) nutzt. Die BBQ hat die Junior-Ingenieur-Akademie mit Unterstützung von Südwestmetall ins Leben gerufen und Schule und Hochschule zusammen gebracht. "Sie sind sehr an Technik interessiert", weiß Markus Grünzig, Technik-Lehrer an der Geschwister-Scholl-Schule, der die Jungs jede Woche - auch er in seiner Freizeit - in die HTWG begleitet und mit dem Realschullehrer Christoph Sorg das Projekt betreut.

Das Interesse an Technik und Naturwissenschaft zu fördern, Schülerinnen und Schüler für die Arbeitswelt von Ingenieuren und Wissenschaftlern zu begeistern und individuelle Kompetenzen frühzeitig zu fördern, sind die Hauptziele der Junior-Ingenieur-Akademie. Diese Ziele kann Prof. Dr. Carsten Manz nur begrüßen: "Wir unterstützen die Jugendlichen gerne dabei, ihre Talente zu entdecken und zu fördern", sagt der Dekan der Fakultät für Maschinenbau. Er weiß aus seinem unmittelbaren Kontakten zur Wirtschaft, wie dringend Ingenieure und Fachkräfte aus technischen Ausbildungsberufen gesucht werden. "Technikbegeisterung nicht zu fördern oder gar auszubremsen, wäre da grob fahrlässig", sagt Angelika Pfaff, die als Projektleiterin der Servicestelle "technik-bw" in Konstanz beim Bildungsträger BBQ Berufliche Bildung gGmbH für die Technikförderung an Schulen zuständig ist. Gefördert von Südwestmetall initiiert und begleitet sie die Bildungsprojekte der Gesellschaft Berufliche Bildung vor Ort in Konstanz.

Prof. Dr. Manz unterstützt die Junior-Ingenieur-Akademie mit einem Mitarbeiter-Team mit Arnulf Hörtnagl, Marco Werschler und Moritz Simsch, das den Schülern vielseitige Einblicke vermittelt. Nach einer theoretischen Einführung mit allgemeinen Informationen zu Technischer Mechanik, Werkstoffkunde und der Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen steht die Praxis an: Die Schüler stellen sich selbst ein Fingerboard (Miniaturskateboard, das mit dem Zeigefinger und Mittelfinger gefahren wird) bzw. Longboards (längeres Skateboard) her. Sie lernen dabei nicht nur, selbst Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen herzustellen, sondern auch, sie beispielsweise mit einer CNC-Fräse zu bearbeiten. "Eine solche Ausstattung können wir an der Schule nicht bieten", sagt Technik-Lehrer Markus Grünzig mit Blick in die Labors der Fakultät. Er ist davon überzeugt, dass die Teilnahme in der Junior-Akademie den Schülern die Berufswahl erleichtert - und das Zertifikat der Akademie die Bewerbungsmappe vorteilhaft bereichert.

Die Berufliche Bildung gGmbH unterstützt Bildungsprozesse an Schulen und gibt Starthilfen in den Beruf. Sie ist ein Tochterunternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. Der gemeinnützige Bildungsträger verfügt über ein dezentral organisiertes Netzwerk in ganz Baden-Württemberg mit über 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 50 Niederlassungen.

Junior-Ingenieur-Akademie - JIA (START 2000 Plus)

Die JIA fördert

- naturwissenschaftlich/technisch interessierte Schüler/innen an Realschulen oder Gymnasien und eröffnet berufliche Perspektiven in den Berufen der Metall- und Elektroindustrie und den Ingenieurwissenschaften
- Themenstellungen und Arbeitsmethoden sowie den Kontakt zu betrieblichen Fachkräften der Unternehmen und Professoren, die Einblicke in Beruf und Studium gewähren
- eine fundierte Entscheidung für die eigene berufliche Zukunft

Die JIA-Inhalte

- Die Lerninhalte sind modular aufgebaut
- In praktischen sowie theoretischen Übungen und Projekten werden fachübergreifend Themen bearbeitet - aus dem Maschinenbau und der Elektronik sowie aus den Bereichen Mechanik, Sensorik, Informationstechnik oder Betriebswirtschaftslehre
- Seminare zu Präsentationstechniken und Teamtraining

Die JIA-Teilnahme

- Bewerbung für Schüler/innen der Klassen 8,9 und 10 von Realschulen und Gymnasien; Eine JIA dauert 1 Schuljahr; am Ende erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat
- Die Teilnehmerzahl ist jeweils auf max. 16 Schüler/innen begrenzt
- Betriebliche Fachkräfte und Professoren/innen leiten die Projekte, Lehrkräfte der technischen Gymnasien begleiten die Kurse

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