Wissensvorsprung durch Pionierprojekt

(PresseBox) (Künzelsau, ) Der Studiengang Antriebssysteme und Mechatronik entwickelte gemeinsam mit der Firma Schunk ein Pionierprojekt. Die Erkenntnisse daraus ermöglichen dem Unternehmen einen Wissensvorsprung, der in einer angespannten Wirtschaftslage vorteilhaft sein kann.

Für Ibrahim Sarpasan, Martin Schuster und Maksud Merdivan, Studenten des Studiengangs Antriebssysteme und Mechatronik der Reinhold-Würth-Hochschule Künzelsau, wurde es zum Ende ihres Studiums spannend. Unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Andreas Krug bewältigten sie in Kooperation mit der Firma Schunk aus Lauffen/Neckar ein Pionierprojekt. "Die Studenten haben in zwölf Wochen zwei unabhängige Konzepte für Rapid-Control-Prototyping von Elektroantrieben geschaffen", so Prof. Andreas Krug. Andreas Stanicki, Projektleiter Mechatronik der Firma Schunk, freut sich über die bedeutenden Ergebnisse: "Wir sind begeistert. Die Studenten haben eine tolle Leistung erbracht".

Das Kooperationsprojekt entstand aus der Lehre moderner Entwicklungsmethoden, mit welchen beispielsweise elektrische Steuerungen von Elektromotoren am Computer erprobt werden können, noch bevor ein erstes Bauteil geschaffen wird. Diese rechnergestützte Entwicklungsmethodik, das sogenannte "Rapid-Control-Prototyping" (RCP), erlaubt eine effizientere, kostengünstigere Entwicklung. Die Steuerungen und ihre Funktionen können vor ihrer Fertigstellung optimiert, und Fehler bereits erkannt und beseitigt werden, bevor sie am fertigen Produkt auftreten. Die Firma Schunk als weltweit operierender Technologieführer in den Bereichen Spann- und Automatisierungstechnik setzte dabei auf das Know-How der RWH.

"Die drei Studierenden untersuchten zwei mögliche Simulationskonzepte für die Strom- und Drehzahlregelung von Elektroantrieben", erklärt der betreuende Ingenieur Patrick Herbach (RWH). Ein Versuchsaufbau für Motoren und eine Steuerung von Schunk bildeten hierbei den mechanischen Teil der beiden Konzepte. Das bestehende System wurde so nachgeahmt, als befände es sich im realen Einsatz. Am Computer laufen die Versuche jedoch in einer sicheren und reproduzierbaren Umgebung, in der Fehler keine verheerenden Folgen haben. Am Bildschirm können die Ergebnisse eingesehen und ausgewertet werden. Mit diesen Erkenntnissen und mehrmaligen Versuchen können die Antriebsregler optimiert werden. Durch wiederholte Simulation von Abläufen kann bei Schunk nun eine neue Entwicklungsversion unter den gleichen Kriterien wie eine Vorgängerversion getestet werden. Somit kann detailliert untersucht werden, ob zum Beispiel ein Fehler beseitigt wurde oder eine neue Funktion greift.

Die Ergebnisse der Projektgruppe sind hervorragend und prägnant. Im Modell wurde die Optimierung von Strom- und Drehzahlregelung für die Elektromotoren erreicht. "Die Ergebnisse und vielseitigen Erkenntnisse aus dem gemeinsamen Projekt werden wir umsetzen", so der Projektleiter der Firma Schunk. "Es sind weitere Projekte mit der Industrie im Bereich Systemsimulation geplant. Wir treiben so den aktiven Wissenstransfer voran und verschaffen Unternehmen neue Handlungsfreiräume und Wettbewerbsvorteile", erläutert Prof. Dr. Krug. Als Partner der Industrie setzt die RWH wichtige Erkenntnisse und Nutzen aus Lehre und Forschung aus vielfältigen Bereichen in die Praxis um. Gerade in der aktuell wirtschaftlich angespannten Lage bedeutet ein solcher Wissensvorsprung die Zukunftssicherung für ein Unternehmen.

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