Experten erarbeiten weltweite Standards für Programmiersprachen bei industriellen Steuerungen

Internationaler Arbeitskreis "SPS-Sprachen" tagte an der Hochschule Harz

(PresseBox) (Wernigerode, ) Ende 2011 konnte die Hochschule Harz für drei Tage die Teilnehmer des DKE Arbeitskreises "SPS-Sprachen" auf dem Wernigeröder Campus begrüßen. Alle auf dem Gebiet wichtigen deutschen Industrieunternehmen waren direkt oder indirekt vertreten, darunter die Siemens AG, Bosch Rexroth oder Panasonic. "Ich freue mich sehr, dass sich der Arbeitskreis erstmals in den neuen Bundesländern getroffen hat, so konnten neben der Entwicklung internationaler Standards für Programmiersprachen bei industriellen Steuerungen auch kulturelle Aspekte wie der Halberstädter Domschatz integriert werden", erklärte Prof. Dr. René Simon, Prodekan am Fachbereich Automatisierung und Informatik sowie Hochschullehrer für Steuerungstechnik, der die Hochschule Harz in dem innovativen Gremium vertritt. "SPS steht hierbei für industrielle Steuerungen, die in Maschinen oder Anlagen eingesetzt und auf digitaler Basis programmiert werden", so der Professor weiter.

Der Arbeitskreis ist in der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) bzw. dem dazugehörigen technisch-wissenschaftlichen Verband VDE angesiedelt und erarbeitet derzeit die 3. Edition des internationalen Standards für Programmiersprachen für industrielle Steuerungen (IEC61131-3). Wesentliche Aufgabe für die Tagung in Wernigerode war die Bewertung bzw. Konsolidierung aller aufgelaufenen Kommentare deutscher Unternehmen und die weitere Fortschreibung des Standardisierungsdokumentes. Vor der Veröffentlichung durch die "International Electrotechnical Commission" (IEC) im Jahr 2012 ist nur noch ein internationales Meeting vorgesehen. Bis dahin haben die Teilnehmer einige "Hausaufgaben" zu erledigen - in diesem Fall das detaillierte Formulieren einer Reihe von Kapiteln. Hans-Peter Otto von der Siemens AG leitet sowohl den deutschen als auch den internationalen Arbeitskreis.

Die Ergebnisse haben über die Implementierung in den Hard- und Software-Produkten der Automatisierungsgerätehersteller unmittelbare Auswirkungen auf die Lehre am Fachbereich Automatisierung und Informatik, z.B. in der Steuerungstechnik, auf die angewandte Forschung, z.B. in Projekten des KAT-Kompetenzzentrums für Informations- und Kommunikationstechnologien, Tourismus und Dienstleistungen, sowie auf den Produktionsbereich regionaler Unternehmen.

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