Bundesbildungsministerium prämiert ideenreiches Weiterbildungskonzept der Hochschule Harz

Neue Wege ins lebenslange Lernen

(PresseBox) (Wernigerode/Halberstadt, ) Nachdem die Hochschule Harz im Wettbewerb "Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem innovativen Weiterbildungskonzept "Offene Hochschule Harz - Programmentwicklung, Anrechnungsberatung, Netzwerkbildung" überzeugt hatte, gab eine feierliche Auftaktveranstaltung des BMBF am Freitag, dem 9. Dezember 2011, in Berlin nun den Startschuss für das Projekt. "Wir freuen uns sehr, dass die Gutachter unseren Vorschlag aus den knapp 170 eingereichten Bewerbungen ausgewählt haben", betonte Prof. Dr. Folker Roland, Prorektor für Studium, Lehre, Weiterbildung und Qualitätsmanagement an der Hochschule Harz. "Ziel unseres Projektes ist die Entwicklung und Erprobung von berufsbegleitenden Studiengängen als auch anderen akademischen Weiterbildungsangeboten, die sich auch an Interessierte ohne Abitur oder Fachabitur richten. Außerdem wollen wir Berufstätigen den Einstieg ins Studium erleichtern, indem Richtlinien zur Anrechnung außerhochschulisch und insbesondere beruflich erworbener Kompetenzen beim Studieneinstieg erarbeitet werden. Ein wichtiges Fundament des Konzeptes ist, die Anbahnung von Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Institutionen." Insgesamt fördert das Bundesbildungsministerium ab sofort 26 Verbund- und Einzelvorhaben an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen für die Dauer von maximal dreieinhalb Jahren. Projektträger ist die VDI/VDE Innovation+Technik GmbH.

Die Umsetzung und Gestaltung des Weiterbildungsprojektes wird zukünftig in enger Zusammenarbeit zwischen den drei Fachbereichen der Hochschule Harz, dem TransferZentrum Harz und zahlreichen regionalen Kooperationspartnern geschehen. Inhaltlich stehen die Komplexe Energie- und Versorgungswirtschaft, Ingenieurstudium für Techniker sowie Wirtschaftsförderung im Vordergrund. Diese fügen sich eng in das Kompetenzgeflecht der Hochschule Harz ein. "Auf der Basis einer gemeinsamen Bedarfsanalyse mit der Halberstadtwerke GmbH soll beispielsweise ein Programm ausgearbeitet werden, welches Mitarbeitern von Stadtwerken eine passgenaue interdisziplinäre Weiterbildung ermöglicht", erklärte Dipl.-Kfm. (FH) Marco Lipke, Leiter des TransferZentrums Harz. Die Überlegungen im Bereich des Ingenieurstudiums stützen sich vor allem auf den immer größer werdenden Fachkräftebedarf in Sachsen-Anhalt. "Um diesem Trend zu begegnen, wollen wir auch staatlich geprüfte Techniker motivieren, berufsbegleitend ein Ingenieurstudium aufzunehmen, und dabei in geeigneter Weise Leistungen aus der Technikerausbildung für das Studium anerkennen", so Lipke.

Im dritten und letzten Arbeitsfeld, der Wirtschaftsförderung, geht es schließlich um die Schaffung eines akademischen Weiterbildungsangebotes, welches ein breites Themenspektrum von den Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften bis hin zur Regionalökonomie und Wirtschaftsgeographie abdeckt. "Hierbei sollen sowohl einzelne Kurse und Veranstaltungen als auch ein eigenständiger, berufsbegleitender Masterstudiengang konzipiert werden", schilderte Lipke. Durch das Projekt ist die Hochschule Harz in ihrer Arbeit bestärkt, neue und zukunftsfähige Studiengänge und -modelle mit der klein- und mittelständischen Wirtschaft zu entwickeln und anzubieten.

Das "Transferzentrum - Absolventenvermittlung und wissenschaftliche Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte in KMU des Landes Sachsen-Anhalt" wird aus Mitteln des Operationellen Programms des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt kofinanziert.

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