Pulsare als kosmische Uhren

Populärwissenschaftlicher Vortrag an der Sternwarte Rosenheim: "Sternleichen" testen die Relativitätstheorie

(PresseBox) (Rosenheim, ) Pulsare sind schnell drehende Neutronensterne. Diese bizarren, nur ca. 20 Kilometer großen, sehr kompakten Objekte entstehen am Ende eines Sternenlebens als Überbleibsel einer Supernova-Explosion - sie sind quasi "Sternleichen". Durch die Drehimpulserhaltung (analog der Pirouette einer Eiskunstläuferin) drehen sie sich meist mehrmals pro Sekunde und geben dabei in Pulsen z. B. Radiostrahlung ab. Mit Hilfe von Pulsaren kann man die Richtigkeit der allgemeinen Relativitätstheorie überprüfen, die bisher beste Antwort zur Beschreibung der Schwerkraft. In seinem Vortrag an der Hochschule Rosenheim wird Prof. Dr. Michael Kramer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie in Bonn, am 26, Januar 2012 diese extremen Objekte als Überbleibsel von Riesensternen vorstellen und die aktuellen und geplanten Experimente mit ihnen im Detail erläutern.

"Die Überprüfung der allgemeinen Relativitätstheorie ist hoch aktuell", erklärt Prof. Dr. Elmar Junker, Leiter der Rosenheimer Sternwarte. "Obwohl Einsteins Theorie bisher alle Tests mit Bravour bestanden hat, gibt es Erkenntnisse wie die im letzten Physik-Nobelpreis gewürdigte Entdeckung der "Dunklen Energie, die Zweifel aufwerfen." Um mögliche Grenzen der Relativitätstheorie zu ergründen, seien Experimente in starken Gravitationsfeldern notwendig. Solche sind möglich durch die Beobachtung von Pulsaren, jenen kosmischen Leuchttürmen, die Wissenschaftler als super-genaue Uhren im Weltraum mit Hilfe von Radioteleskopen beobachten können.

Prof. Dr. Michael Kramers Vortrag trägt den Titel "Pulsare als kosmische Uhren: Hat Einstein Recht?" und findet am Donnerstag, 26.01.2012, in Hörsaal B 0.23 an der Hochschule Rosenheim in der Hochschulstraße 1 statt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Der Vortrag ist Teil einer Reihe populärwissenschaftlicher Astronomievorträge, organisiert durch die Sternwarte der Hochschule.

Aufgepasst! Die Sternwarte ist weiterhin jeden Montag abend bei klarem Himmel um 20:15 Uhr für eine öffentliche Führung geöffnet. Prof. Dr. Elmar Junker erklärt den Sternenhimmel mit bloßem Auge und zeigt ausgewählte Objekte in den Fernrohren der Sternwarte. Aktuell im Fokus: die Venus, der Riesenplanet Jupiter mit seinen Monden und der Orionnebel. Vormerken: Die lange Nacht der Planeten; Sonderöffnung der Sternwarte am Samstag, 24.03.12. Treffpunkt ist jeweils die Kuppel auf dem Dach des D-Gebäudes der Hochschule, Hochschulstr. 1, Rosenheim. Details gibt es im Astro-Newsletter unter www.fh-rosenheim.de/sternwarte.

Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Rosenheim

Die Hochschule Rosenheim verbindet als wichtigste Bildungsstätte Südostbayerns ein regionales Profil mit internationalem Renommee. Ihre Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Sieben Fakultäten bieten in 23 Studiengängen eine anwendungs- und praxisbezogene Ausbidung an. Die rund 4.800 Studierenden profitieren von einer hervorragenden technischen Ausstattung der Werkstätten und Laboratorien, der intensiven persönlichen Betreuung und einer anspruchsvollen Lehre, die ihnen überdurchschnittlich gute Karriereperspektiven eröffnet. Im Wintersemester 2011/12 nehmen rund 140 Professoren Aufgaben in Forschung und Lehre wahr.

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