Das fliegende Klassenzimmer: Studierende der Hochschule Augsburg üben in einer Columbia 350

Fluglabor im Studiengang Maschinenbau

(PresseBox) (Augsburg, ) In Kooperation mit der Eurocopter Deutschland GmbH hat die die Hochschule Augsburg zum zweiten Mal das sogenannte Fluglabor durchgeführt. Im Fluglabor bietet sich für die Maschinenbaustudenten mit Schwerpunkt Luft- und Raumfahrttechnik die Möglichkeit, im Rahmen einer abgeschlossenen Lehrveranstaltung wesentliche Gebiete der gesamten theoretischen Ausbildung in der Praxis direkt zu erleben bzw. zu erspüren. Nach einem ausführlichen Vorbereitungsseminar werden im Flug Messungen und Beobachtungen durchgeführt, die den Bogen von der Flugmechanik (Flugleistung und Stabilität und Steuerbarkeit), Flugreglung, Aerodynamik, Thermodynamik, Bauweisen, Systemkunde, Cockpitauslegung, Flugführung bis zu den gesetzlichen Bauvorschriften spannen. Eine profunde Auswertung der im Flug aufgezeichneten Messdaten und Berichterstellung sowie ein Test im Rahmen der Flugmechanikprüfung schließen dieses Praktikum ab.

Ausbildung in der Luft- und Raumfahrttechnik

Das Fluglabor wird in dieser Form seit 1986 jährlich an Universität Stuttgart im Studiengang Luft- und Raumfahrttechnik durchgeführt. Der Inhalt wird ständig weiterentwickelt und optimiert. Die verwendeten Flugzeuge stellen jeweils den aktuellsten Stand der Technik dar. Dr. Thomas Gogel, Leiter des Technischen Kundendienstes bei der Eurocopter Deutschland GmbH, hat die Lehrveranstaltung damals noch als Student konzipiert und führt sie seither jährlich durch. Er ist Inhaber einer amerikanischen Linienpilotenlizenz und verfügt über mehrere tausend Stunden Flugerfahrung. Seitens der Hochschule Augsburg wird das Labor durch Prof. Dr. Andre Baeten betreut, dessen Schwerpunkt auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrttechnik liegt. Prof. Baeten hat einen breiten Erfahrungshintergrund aus einer mehr als zehnjährigen Berufstätigkeit bei der European Aeronautic, Defence and Space Company (EADS). Er hat u. a. die Entwicklung und Erprobung des Kampfflugzeugs Eurofighter begleitet.

Das verwendete einmotorige Propellerflugzeug, eine Columbia 350, ist hochmodern und bietet somit optimale Voraussetzungen zum Einsatz in der Ausbildung von Ingenieuren: Es ist vollständig aus faserverstärktem Kunststoffen gefertigt und verfügt über ein 'Glascockpit' - die integrierte Darstellung aller für die Flugführung und Flugzeugbedienung notwendigen Informationen auf Bildschirmen im Cockpit in Verbindung mit einer hochwertigen Kommunikations- und Navigationsanlage, einem optischen und akustischen Warnsystem für Systemausfälle und einem Autopiloten. Das Flugzeug gehört in die Kategorie 'high performance, TAA-Technologically Advanced Aircraft' (Hochleistung und technologisch fortschrittliches Flugzeug). Es gehört zu den schnellsten Flugzeugen seiner Klasse.

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