Verabschiedung der Superlative an der Hochschule Esslingen

(PresseBox) (Esslingen am Neckar, ) Erste Bachelor of Engineering und letzte Diplom-Ingenieure wurden verabschiedet, die ersten Master in Innovationsmanagement erhielten ihre Urkunden, 73 Preise wurden übergeben und das 100. Ethikzertifikat wurde an eine Studentin der Pflegepädagogik verliehen. 711 Absolventinnen und Absolventen in den Bachelor- und Diplom-Studiengängen und 50 in Master-Studiengängen kamen am Freitag, dem 20. Februar an der Hochschule Esslingen in einem Festakt zusammen und feierten ihren Abschluss mit Eltern, Freunden und ihren Professoren.

"Geschafft, endlich geschafft." Rektor Dr.-Ing. Bernhard Schwarz sprach aus, was 761 Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Esslingen bei der feierlichen Verabschiedung dachten. Sie alle erhielten am Freitag, den 20. Februar ihre Urkunden überreicht. Wegen des verkürzten Semesters für Bachelorstudierende trafen in diesem Semester zwei Jahrgänge aufeinander. Zum letzten Mal werden 352 Diplom-Urkunden überreicht. Damit geht die lange Tradition des Diplom-Ingenieurs zu Ende. Für Schwarz kein Anlass zur Trauer. "Das Diplom der Hochschule Esslingen war und ist ein Markenzeichen. Unsere Absolventen haben dieses geprägt und den ausgezeichneten Ruf aufgebaut, den wir heute kennen, auf den Sie und wir stolz sein können." Für die 359 Absolventinnen und Absolventen mit Bachelor-Zeugnis ist dies eine Herausforderung und Chance. "An erster Stelle stand für uns immer die Qualität und das ist das Entscheidende für Sie", so Schwarz. "Es ist ein Abschluss der Hochschule Esslingen und Sie werden durch Ihre Arbeit nachweisen, dass er von gleicher Qualität ist wie das Diplom. Letzlich ist also unwichtig, wie die Bezeichnung des Abschlusses ist, entscheidend ist die Qualität und hierfür verbürgen wir uns als Hochschule Esslingen."

Auch in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten wird sich zeigen, dass es genau diese Absolventinnen und Absolventen sind, welche die Industrie in der Mehrzahl suchen. Denn drei Viertel aller Ingenieure entstammen den Fachhochschulen, und eben diese sichern die erforderliche Innovationskraft der Wirtschaft nicht nur in den Ingenieurswissenschaften, sondern auch in der Betriebswirtschaft und in den Sozialwissenschaften. Um dies zu zeigen, hat die Hochschule Esslingen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsregion Stuttgart eine Stellenbörse exklusiv zusammengestellt Im Foyer des Neckar Forums hingen 64 Stellenangebote aus.

Die Verbundenheit der Hochschule Esslingen zu den Unternehmen wird durch die vielen Preise von Firmen deutlich. 43 Firmen stifteten Preise für besonders gute Diplom- oder Bachelorarbeiten. Der Verein der Freunde der Hochschule Esslingen (VDF) vergibt jedes Jahr Preise an die Studiengangsbesten - 22 an der Zahl. Dipl.-Ing. (FH) Dietmar B. Ness, Vorstand des VDF und Geschäftsführer der Ness Wärmetechnik GmbH möchte die Absolventinnen und Absolventen für den VDF gewinnen. "Wir sind im Verein der Freunde stolz darauf, dass wir unsere Hochschule unterstützen können und einen Beitrag für die qualitativ hochwertige Ausbildung geben können. Auch in schwierigen Zeiten wird der VDF die Hochschule unterstützen und erarbeitet Konzepte, um den jungen Absolventen den Berufseinstieg zu erleichtern." Preise der Städte Esslingen und Göppingen wurden von den Oberbürgermeistern, Dr. Jürgen Zieger und Guido Till, überreicht.

Ganz zum Schluss kamen die Studierenden selbst zu Wort. Erfrischend unkonventionell war der Schlagabtausch von Rebecca Müller, Absolventin in Sozialer Arbeit und Dominik Sessler, Absolvent der Fahrzeugtechnik. Beide engagierten sich im AStA, in Hochschulgremien, im AK Studiengebühren, gründeten die Fahrradwerkstatt und das AStA-Cafe in der Flandernstraße mit. In einem Gespräch über "Ingenieure" und "Sozpäds" ließen sie kein Vorurteil aus: Birkenstock und Selbstgestricktes, Karohemd und Weltfremdheit. Die Politik wurde mit einem Seitenhieb bedacht, sei es bei den Studiengebühren, beim L-Bank-Kredit, bei der Bacheloreinführung. So sehen sie nun in der kommenden Wirtschaftskrise den zukünftigen Rollentausch und kommentieren augenzwinkernd: "Der Ingenieur legt die Füße hoch, die Sozialpädagogin arbeitet." Paulina Gärtner Jaramillo, Absolventin des MBA-Studiengangs aus Kolumbien fand herzliche Worte für Esslingen und das unglaubliche Netzwerk, das sie in den vergangenen eineinhalb Jahre aufbauen konnte. "Esslingen will be not our headquarter but our heartquarter", bekannte sie.

Bevor die Verabschiedung richtig losging, traf sich schon eine kleine Gruppe mit der Ethikbeauftragten der Hochschule Esslingen, Prof. Dr. Hildegard Simon-Hohm. Sie erhielten das Zertifikat Ethikum. An der Hochschule Esslingen konnte dieses Zusatzzertifikat, das die Themen Ethik und Nachhaltige Entwicklung bearbeitet, zum ersten Mal erworben werden. Insgesamt wurden nun 100 Zertifikate an Studierende der Hochschulen in ganz Baden-Württemberg ausgegeben. Just das 100. Zertifikat ging dieses Jahr an Schwester Magdalena Schleinschok, Bachelor of Arts in Pflegepädagogik.

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