Kleine Maschinen ganz groß: Oberstufenschüler konstruieren in der Schüler-Ingenieur-Akademie an der Hochschule in Göppingen Fußballroboter

(PresseBox) (Göppingen, ) An der Hochschule Esslingen in Göppingen ist die achte SIA, die Schüler-Ingenieur-Akademie, zu Ende gegangen. Seit 2001 bekommen hier jedes Jahr 45 Oberstufenschüler einen Einblick in die Welt der Mechatronik. Die Aufgabe diesmal: Einen Mini-Roboter zu konstruieren, der mit einem Tennisball auf ein Tor schießt - und auch trifft. Und da sind sie schon, die zwei größten Haken, neben den vielen kleinen anderen Aufgaben, die mit erledigt werden mussten: Schießen und treffen. Nun sind die "Roboter" nicht zweibeinige Maschinen, wie man sie sich im geistigen Auge vorstellt. Sondern es sind kleine, Handteller große Plattformen, die mit mehreren Rädchen wendig über den Boden fahren. Und auf dieses zarte Modell mussten die Schüler einen entsprechenden Aufbau entwickeln, der den Tennisball passgenau abschießt. Gar nicht so einfach. Und dass die Technik ihre Tücken hat, das haben die drei Gruppen, bei ihrer Präsentation gesehen. Nicht alles hat so reibungslos funktioniert, wie sie es sich gedacht haben. Aber zwar sei dies das vorgegebene SIA-Ziel - viel wichtiger seien aber auch andere Faktoren, die man den jungen Menschen mit auf den Weg gibt: "Alle - Eltern, Wirtschaft und Lehrer - müssen zusammenarbeiten, um Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Technik zu ermöglichen", sagt Prof. Helmut von Eiff, der 2001 das SIA-Projekt an der Hochschule in Esslingen mit initiiert hatte. "Wir geben die Grundlagen mit - aber nicht nur in der Technik", berichtet er. Wichtig seien auch Teampädagogik, Projektmanagement, das Führen von Menschen - Teamwork. Denn die drei Gruppen, die als "Firmen" einen Auftrag von der Hochschule bekommen haben um das Roboter-Modell zu bauen, müssen sich über das ganze Schuljahr hinweg weitgehend selbst organisieren. Fachliche Hilfe und Anleitung bekommen sie freilich von den Professoren und Labormitarbeitern der Hochschule.

Die Schulleiterin des Hohenstaufen-Gymnasiums, Helma Hink, die ebenfalls SIA-Initiatorin ist, freut sich, dass bei dem einst angestoßenen Projekt die "Schüler über den Tellerrand hinaus schauen können." Sie sei allen Beteiligten sehr dankbar, dass die SIA-Idee so gut umgesetzt wurde und dankt den Hochschul-Mitarbeitern, allen voran Prof. Helmut von Eiff, der mit seinem Team sehr engagiert die Projekte vorbereitet. Auch dem Branchenverband Südwestmetall und Unternehmen sei es zu verdanken, dass die SIA so erfolgreich ist. Der Verband unterstützt das Projekt finanziell. "Als wir vor acht Jahren mit Frau Hink ins Gespräch gekommen sind, hatten wir das gleiche Ziel und beide unabhängig voneinander bereits eine Vorstellung, dass es eine Art Technik-AG geben soll", sagt Doris Neunzig von Südwestmetall. Heute ist SIA ein Seminarkurs an den Gymnasien in und um Göppingen - und ist hier sehr beliebt: Für die rund 45 Plätze, die jedes Jahr belegt werden können, gibt es rund 100 Interessenten. Zudem sei, so Doris Neunzig, die SIA ein großer Exporterfolg: An vielen anderen Hochschulen in Baden-Württemberg und in anderen Bundesländern gebe es dieses Modell mittlerweile ebenfalls. Dass die kleinen Roboter, die mit viel Engagement von den Schülern gebaut wurden, bei der Abschlussveranstaltung teilweise nicht ganz so automatisch Fußball gespielt haben, wie die Trainer mit der Fernsteuerung sich das Vorgestellt haben, war also nicht so schlimm. Kleiner Trost: Beim FC Bayern klappt schließlich auch nicht alles und die Fußballspieler machen auch nicht immer das, was sie sollen.

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