Konfliktbewältigung und Gewaltprävention: Weiterbildung für Schulen und Jugendhilfe

(PresseBox) (Darmstadt, ) Gewalt auf deutschen Schulhöfen ist zu einem viel diskutierten Phänomen geworden. Oft stehen gesellschaftliche Ursachen im Mittelpunkt der Debatte.
Doch wie können Pädagogen und Betreuer ganz konkret an den Schulen Konflikte besser bewältigen und Gewalt vorbeugen? Eine fundierte Antwort auf diese Frage können Fachkräfte der Jugendhilfe sowie Lehrerinnen und Lehrer in der nun bereits zum zweiten Mal angebotenen zertifizierten Weiterbildung "Konfliktbewältigung und Gewaltprävention" erhalten. Der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt bietet die Weiterbildung in Kooperation mit der Bildungsstätte Alte Schule Anspach, dem Hessischen Jugendring und dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit (HNAFG) an.

In der Weiterbildung, die von September 2010 bis Juni 2011 läuft, lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Konflikte und Gewalt besser zu verstehen, die persönliche Haltung weiterzuentwickeln, Interventionsmethoden anzuwenden sowie Konzepte für die eigene Einrichtung zu entwerfen. Der erste Durchgang der Weiterbildung wurde Ende Juni mit einer Präsentation der Arbeiten der Weiterbildungsteilnehmerinnen und
teilnehmer erfolgreich abgeschlossen.

Christina Gokus, Gewaltpräventionsbeauftragte an Rüsselsheimer Sek-I-Schulen und Absolventin der Weiterbildung: "Die konstruktive Arbeit am Konflikt und die Förderung von Konfliktfähigkeit sind oftmals Herausforderungen. Die Fortbildung vereinte und beleuchtete verschiedene, für die (sozial)pädagogische Praxis sehr hilfreiche, methodische Ansätze. Mit Raum für eigene Praxiserfahrungen und durch unterschiedliche methodische Herangehensweisen und Theorie-Inputs, hat die Fortbildung auch meine eigene, innere Haltung zum Thema Konflikt und Gewalt verändert. Die unterschiedlichsten Situationen im szenischen Spiel brachten nicht selten wertvolle Erkenntnisse mit sich."

Die Weiterbildung kann berufsbegleitend wahrgenommen werden. Dafür sorgt die Kombination von kompakten Präsenzphasen und Fernstudienelementen. Die Präsenzzeiten sind in insgesamt fünf Module von jeweils einem bis vier Tagen Dauer unterteilt.
In einem monatlichen Studientreff werden die Teilnehmer in einer kleinen Gruppe mit Hilfe ergänzender Studienbriefe selbstständig weiterarbeiten. Ein Mitglied des Weiterbildungsteams wird zu regelmäßigen Zeiten über eine Internet-Plattform ansprechbar sein. Die erfolgreiche Teilnahme wird von der Hochschule mit einem Zertifikat bescheinigt.
Damit ist die Weiterbildung im Umfang von zehn Creditpoints auf modularisierte Studiengänge und mit 40 Punkten im Rahmen der hessischen Lehrerfortbildung anrechenbar.

In der Anlage finden Sie den Weiterbildungsflyer. Interessierte können die ausführliche Konzeption der Weiterbildung unter www.h-da.de/weiterbildung/konflikt_und_gewalt nachlesen und sich über den dort vorhandenen Bogen anmelden. Der Anmeldeschluss ist am 31. Juli 2010. Die Teilnahmegebühren betragen 1.800 Euro pro Person. Persönliche Beratung erhalten Interessierte bei:

Angela Merkle
Bildungsstätte Alte Schule Anspach e.V.
E-Mail: angela.merkle@basa.de
Tel +49.6081 449 68 82

Weiterbildungsleiter ist Prof. Dr. Achim Schröder vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt. Er leitet dort die "Pädagogische Konflikt- und Gewaltforschung". Ziel dieser Forschung ist es, die Wirksamkeit unterschiedlicher Maßnahmen zur Gewaltprävention bei Jugendlichen zu vergleichen.

Zusammen mit Angela Merkle hat Schröder bereits 2007 den "Leitfaden Konfliktbewältigung und Gewaltprävention" für pädagogische Praktiker in Schule und Jugendhilfe herausgegeben. Dieser soll eine Entscheidung für das richtige präventive Programm bzw. die richtige einschreitende Maßnahme erleichtern. Der "Leitfaden Konfliktbewältigung und Gewaltprävention" kostet 14,80 Euro und ist im Buchhandel erhältlich.
ISBN: 978-3-89974303-6

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