"Handlungsfähigkeit bewahren" - h_da-Präsident nimmt Stellung zum Hochschulpakt 2011-2015

(PresseBox) (Darmstadt/Wiesbaden, ) Um die Handlungsfähigkeit der Hochschule Darmstadt (h_da) für die nächsten fünf Jahre zu erhalten, hat Präsident Prof. Dr. Ralph Stengler heute Vormittag in Wiesbaden den hessischen Hochschulpakt unterzeichnet. Voraussichtlich etwa 1,8 Millionen Euro müssen an der h_da von 2011 bis 2015 jährlich eingespart werden. Insgesamt soll der hessische Hochschuletat jährlich um 34 Millionen Euro geschrumpft werden.

"Die Kürzungen im Hochschuletat sind und bleiben das falsche Signal in einer Zeit enorm steigender Studierendenzahlen und eines hohen Bedarfs an qualifizierten Absolventinnen und Absolventen", sagte Prof. Dr. Ralph Stengler nach der Unterzeichnung. "Die Kürzungen werden allen Mitgliedern der Hochschule schmerzhafte Opfer abverlangen: Wir werden einige frei werdende Stellen nicht mehr nachbesetzen können und unsere Rücklagen für langfristige Investitionen aufbrauchen müssen. Wir wollen aber mit Augenmaß vorgehen, um die gute Betreuungsrelation als Qualitätszeichen unserer Lehre nicht zu gefährden."

Stengler hatte in den Wochen vor der heutigen Unterzeichnung die Zwangslage der Hochschule angesichts der Kürzungspläne deutlich gemacht: "Die Landesregierung könnte unser Budget auch ohne h_da-Unterschrift unter dem Hochschulpakt kürzen. Und zwar theoretisch in jedem darauffolgendem Jahr mit weiteren Abzügen. Der Hochschulpakt bietet der Hochschule immerhin fünf Jahre Planungssicherheit auf Basis des vereinbarten Rechenmodells. Diese Planungssicherheit ist die Voraussetzung, um überhaupt handlungsfähig zu bleiben. Bei allen Engpässen müssen wir uns zumindest diese Handlungsfähigkeit bewahren."

In den zukünftigen Regelungen des Hochschulpakts sei positiv zu bewerten, dass die realen Studierendenzahlen bei der Mittelzuweisung eine größere Rolle spielen werden. Bisher seien gesetzte Planzahlen als Grundlage herangezogen worden. Ebenfalls sei zu begrüßen, dass sich die Verteilung der Mittel aus dem parallel laufenden Hochschulpakt 2020 stärker an den tatsächlichen Belastungen der Hochschulen orientiere. Bisher erhielten Hochschulen Zuwendungen hieraus nach der Zahl ihrer Studierenden im ersten Hochschulsemester, künftig sei das dritte Fachsemester ausschlaggebend. Dies berücksichtige, dass sich an der h_da jedes Jahr viele Wechsler einschrieben, die ihr erstes Hochschulsemester an einer anderen Einrichtung absolviert hätten. "Dennoch setzen die Verteilungskriterien im Hochschulpakte aus unserer Sicht nicht die richtigen Prioritäten. So wird nach dem vorgesehenen Rechenmodell Forschungsleistung erfolgsorientiert stärker als bisher berücksichtigt. Das geht über eine Verlagerung in Höhe von 20 Millionen zu Lasten des Grundbudgets, aus dem die Aufwendungen für die Lehre und damit auch für die erwartete Steigerung der Studierendenzahlen finanziert werden. Das benachteiligt insbesondere die hessischen Fachhochschulen gegenüber den forschungsstärkeren Universitäten. Wenn die Studierendenzahlen kurzfristig steigen, sollte sich das stattdessen auch in den Schwerpunkten der Mittelzuweisungen widerspiegeln.", unterstrich Stengler.

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