Betonkanu-Regatta: h_da-Bauingenieure belegen 2. Platz für besonders leichte Konstruktion

(PresseBox) (Darmstadt/Essen, ) Bei der 12. Deutschen Betonkanu-Regatta am 19./20. Juni in Essen hat ein von Bauingenieurwesen-Studierenden der h_da konstruiertes Boot aus Beton den zweiten Platz in der Kategorie "Konstruktion" belegt. Damit stellte das h_da-Team unter gut 80 teilnehmenden Booten deutschlandweit das am besten konstruierte Boot. Nur das Team von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaft wurde noch besser bewertet. Rund 5000 Zuschauer waren zur Betonbootregatta am Baldeneysee in Essen gekommen.

Angetreten war das h_da-Team unter der Leitung von Professorin Dr.-Ing. Regina Stratmann-Albert und Professor Dr. Detlef Rothe in dem in mehreren Kategorien geführten Wettbewerb mit zwei Kanus. Das erste Boot, das wegen seiner charakteristischen Farbe auf den Namen "Currywurst" getauft worden war, wurde zuerst konstruiert. Das in Anlehnung an einen Fußball-Schlachtruf "Schlaaand" genannte zweite Kanu wurde dann gegenüber dem ersten noch verbessert. Der herausragende zweite Platz in der für Ingenieure wichtigsten Kategorie "Konstruktion" belohnt den Ehrgeiz des zehnköpfigen Team aus Studierenden des Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen.

Die h_da war in diesem Jahr zum siebten Mal bei der Betonkanu-Regatta dabei. "In unserem Team sind wir alle richtig stolz.", sagt Professorin Regina Stratmann-Albert. "So etwas hatten wir bislang noch nicht erreicht. Immerhin zeigt sich gerade in der Bewertung der Konstruktion, dass unsere Studierenden verstanden haben, was man aus Beton machen kann. Dieser Erfolg ist für uns von ganz besonderer Bedeutung weil wir mit unserer intelligenten Konstruktion auch große Universitäten mit Forschungslaboren und viel Sponsorengeld ausstechen konnten."

Das ausgezeichnete Betonkanu bringt bei 4,40 Metern Gesamtlänge gerade mal 38 Kilo auf die Waage. Möglich wird dies durch eine lediglich drei Millimeter dicke Betonwand, die auf eine Kohlefaser-Bewehrung aufgetragen wurde.

Die Teilnehmer der Regatta kommen von Fachhochschulen, Universitäten und anderen Institutionen, an denen Betontechnik gelehrt wird. Im Betonkanu-Wettbewerb ist die komplexe Aufgabe zu lösen, Festigkeit und Wasserdichtheit der Baustoffe so in der Kanukonstruktion zu nutzen, dass leichte und gleichzeitig robuste Kanus entstehen.
Zusätzlich treten die Kanus im sportlichen Wettbewerb gegeneinander an.

Die Deutsche Betonkanu-Regatta wird regelmäßig von der Deutschen Zement- und Betonindustrie veranstaltet. Die letzte Regatta fand 2007 in Hannover auf dem Maschsee statt.

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