DFG fördert IT-Forschungsprojekt für die Meteorologie an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

(PresseBox) (Sankt Augustin, ) "Das Wetter wird dadurch nicht besser", sagt Andreas Hense, Informatikprofessor an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg über sein Projekt, "aber die Vorhersage etwa für Starkregen wird genauer." Hense leitet das IT-Forschungsprojekt "Virtuelle Forschungsumgebungen", das mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Es geht dabei um meteorologische Daten.

Hauptziel des Projektes ist die Entwicklung eines automatisierten Workflow-Systems, das es in Zukunft Wissenschaftlern ermöglicht, meteorologische Daten in einem noch nie zuvor dagewesenen Umfang zu speichern und Forschern weltweit zur Verfügung zu stellen. Projektpartner der Fachhochschule sind das Meteorologische Institut der Universität Bonn (MIUB) und das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg (MPI-M). Allein der Fachhochschule stehen für die dreijährige Projektdauer gut 400.000 Euro zur Verfügung.

In der Meteorologie werden Tag für Tag umfangreiche Mengen an Beobachtungsdaten erzeugt und gespeichert. Neben deren Nutzung für aktuelle wissenschaftliche Arbeiten ist in der Forschung aber vor allem eins von Bedeutung: die Verwertung von detailgenauen Rohdaten im Rahmen von Langzeitstudien. In den letzten Jahren sind zu diesen Zwecken bereits verschiedene Archivdatenbanken entwickelt worden, die es Forschungsteams weltweit erlauben, meteorologische Daten zu speichern. Die bisher zur Verfügung stehenden Systeme haben jedoch keinen einheitlichen Standard und sind lediglich in der Lage, die für Klima- und Wetterforschung typischen Datenstrukturen zu erfassen. In der modernen Meteorologie sind jedoch die reinen Beobachtungsdaten für die Wissenschaft zunehmend elementar. Sie können in dem benötigten Umfang derzeit nur unter erheblichem Arbeitsaufwand langfristig gespeichert werden.

Durch die Entwicklung und Etablierung eines weltweit gültigen Standardverfahrens könnten große und umfangreiche Rohdaten aus der Meteorologie künftig einfacher und automatisiert erfasst werden. Mit Hilfe eines Workflow-Systems sollen diese Beobachtungsdaten einfach und schnell Forschern weltweit zugänglich gestellt werden können.

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