Zerstörungsfrei im Bilde - Das Innenleben dreidimensional dargestellt

(PresseBox) (Aalen, ) Ein Bauteil prüfen, bevor es in Serie geht. Dieser Schritt in der Entwicklung des Bauteils erspart dem Hersteller unter Umständen immense Kosten. Erfolgt die Prüfung zudem zerstörungsfrei, kann das Bauteil zu weiteren Messungen herangezogen werden. Diese Vorteile bündelt der Computertomograph der Gießerei Technologie (GTA) an der Hochschule Aalen. Der Tomograph wird Firmen von der GTA zur Nutzung angeboten. „Das Material ist eigentlich egal“, sagt Gießerei-Chef Prof. Dr. Lothar Kallien.

Bei der Computertomographie wird ein Bauteil auf einem Drehtisch in einer vollen Umdrehung von einem Röntgenstrahl durchleuchtet. Was nicht vom Teil absorbiert wird, wird von einem der Röntgenquelle gegenüber liegenden Schirm detektiert. Aus den so gewonnenen Daten erzeugt der angeschlossene Hochleistungsrechner ein dreidimensionales Bild des Bauteils, dessen Inneres man sich aus drei Richtungen darstellen lassen kann. Auf diese Weise werden Hinterschneidungen und Einschlüsse ebenso sichtbar wie Materialermüdungen.

Die zerstörungsfreie Prüfung mittels Computertomographie bietet sich auch dort an, wo Einlegeteile in ein Bauteil eingearbeitet wurden, die sich nicht mehr entfernen lassen, wie beispielsweise bei einem Ventil. Die dreidimensionalen Röntgenbilder geben dann Aufschluss über die Lage eines Dichtringes nach Montage. Gerade in der Kunststoffindustrie haben sich laut Prof. Dr. Kallien die Möglichkeiten der Computertomographie noch nicht so herumgesprochen: „Bisher kommen hauptsächlich Gegenstände aus Holz oder Leichtmetallen auf den Drehtisch der Anlage.“

Die Gegenstände können einen Volumendurchmesser von circa 60 cm haben, damit sie der Computertomograph der Gießerei in einem Messgang durchleuchten kann. Die Messergebnisse haben eine Auflösung von wenigen Mikrometern. „Die Besonderheit unserer Anlage liegt aber darin, dass wir den Schwächungskoeffizienten mit einem Flächendetektor aufnehmen und so ein komplettes Bild des Gegenstands bekommen“, so Prof. Dr. Kallien. In der Medizintechnik wird das Bild von Organen oder Körperteilen dagegen nach wie vor zeilenweise errechnet.

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