HIRSCH Servo AG: Ergebnis des Geschäftsjahres 2009/10

Gesamtumsatz von 85,9 Millionen Euro mit positivem Trend im dritten und vierten Quartal

(PresseBox) (Glanegg, ) .
- EBIT auf - 5,4 Millionen Euro verschlechtert
- Cash Flow auf 3,4 Millionen Euro reduziert
- Stilllegung der beiden Projektgesellschaften im Geschäftsfeld Logistik
- Durch erwartete Nachfragesteigerung sowie Kostensenkungs- und Restrukturierungskonzept wird ein positives Ergebnis ab 2010/11 erwartet

Das Geschäftsjahr 2009/10 der HIRSCH Servo Gruppe ist nach wie vor vom schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt, jedoch zeigen sich erste positive Signale in den letzten beiden Quartalen. Im Berichtsjahr ist ein Gesamtumsatz von 85,9 Mio € erwirtschaftet worden, der in etwa dem Wert des Vorjahres entspricht (VJ: 86,2 Mio €). Das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechterte sich auf -5,4 Mio € (VJ: -5,1 Mio €). Das Ergebnis vor Steuern (EGT) verbesserte sich auf -7,7 Mio € (VJ: -10,0 Mio €).

Der Umsatz im Geschäftsfeld EPS-Verarbeitung mit den beiden Bereichen EPS-Verpackungen und EPS-Dämmstoffe verzeichnete einen leichten Rückgang auf insgesamt 71,1 Mio € (VJ: 73,0 Mio €), wobei der Verpackungsbereich mit 32,5 Mio € eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahresumsatz von 31,9 Mio € erwirtschaften konnte. Wesentlich dabei ist, dass sich der Umsatz im Geschäftsfeld EPS-Verarbeitung im zweiten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um rund 23 % steigern konnte. Dadurch bestätigt sich, dass wir aufgrund unserer Kundenposition in der Lage waren, an der leichten Nachfragesteigerung zu partizipieren.

Das Betriebsergebnis (EBIT) in den beiden Bereichen beträgt 1,5 Mio € (VJ: 1,4 Mio €). Im Verpackungsbereich konnte das EBIT trotz einer erhöhten Konzernumlage von rund 0,8 Mio € auf 1,0 Mio € (VJ: - 0,2 Mio €) gesteigert werden. Der Bereich EPS-Dämmstoffe erwirtschaftete mit 0,5 Mio € (VJ: 1,5 Mio €) ein gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio € niedrigeres EBIT. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesteigerten Konzernumlagen in der Höhe von rund 0,8 Mio € sowie einer besonders schwierigen Ertragssituation.

Der Umsatz des Geschäftsfeldes Technologie ist um rund 12 % auf 14,6 Mio € (VJ: 13,1 Mio €) gestiegen, wobei das zweite Halbjahr des Berichtsjahres umsatzstärker war. Die positive Entwicklung ist auf eine verbesserte Auftragslage in den letzten beiden Quartalen zurückzuführen, insbesondere in der Baubranche zeigte sich ein Anstieg der Kundeninvestitionen. Das EBIT verbesserte sich leicht auf -3,4 Mio € (VJ: -3,8 Mio €), wobei die Verbesserung vor allem auf eine Verringerung der Abschreibung aufgrund von Wertminderungen und der planmäßigen Abschreibung (AFA) zurückzuführen ist.

Im Geschäftsfeld Logistik konnten im Berichtsjahr geringe Umsätze in der Höhe von 0,2 Mio € generiert werden. Auf Grund anhaltender Investitionszurückhaltungen und Finanzierungsschwierigkeiten potentieller Kunden ist es sowohl in der GGB - Global Green Built GmbH als auch in der Global Green Pallets GmbH nicht gelungen, die fertig entwickelten mobilen Produktionsanlagen bzw. Palettenanlagen zu verkaufen. Aufgrund der schwachen Umsatzentwicklung verschlechterte sich das EBIT gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres von -2,6 Mio € auf -3,5 Mio €.

Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich auf -6,2 Mio € (VJ: -10,7 Mio €) und das Ergebnis pro Aktie auf -12,49 € (VJ: -21,49 €).

Der Cash Flow aus Betriebstätigkeit verschlechterte sich auf 3,4 Mio € (VJ: 9,0 Mio €).

Zum Stichtag 30. 6. 2010 beschäftigte die HIRSCH Servo Gruppe 619 Mitarbeiter. Der Jahresdurchschnitt sank auf 623 Personen (VJ: 691 Personen). Der Abbau fand überwiegend in Osteuropa, Italien und Österreich statt und ist auf die weltweite konjunkturelle Abschwächung und der damit verbundenen Personalanpassung an die Auslastung zurückzuführen.

Im Berichtsjahr wurde mit 1,9 Mio € deutlich weniger investiert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (VJ: 5,7 MEUR), wobei der Großteil mit 1,7 Mio € (VJ: 3,8 Mio €) im Geschäftsfeld EPS-Verarbeitung aufgewendet wurde. Im Geschäftsfeld Technologie wurden nahezu keine Investitionen getätigt (VJ: 0,2 Mio €), das Geschäftsfeld Logistik investierte 0,1 Mio € (VJ: 1,6 Mio €). Mit dem primären Ziel der Sicherung der Liquidität ist auch für die nächsten Wirtschaftsjahre eine restriktive Investitionstätigkeit geplant.

Wie bereits in der 14. ordentlichen Hauptversammlung am 25. 11. 2009 beschlossen, wird für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009/10 keine Dividende ausgeschüttet.

Ausblick
Das negative wirtschaftliche Umfeld hat in der HIRSCH Servo Gruppe zu einer unbefriedigenden Ergebnissituation und zum Teil deutlichen Abweichungen von den geplanten Ertragszielsetzungen geführt. Die im Geschäftsfeld Logistik geplanten Projektumsätze konnten trotz vielversprechender Ansätze nicht verwirklicht werden. Darüber hinaus führte die Investorensuche in den beiden Projektgesellschaften, GGB - Global Green Built GmbH und Global Green Pallets GmbH, nicht zum Erfolg. Aus diesen Gründen wurden die operativen Tätigkeiten in den Projektgesellschaften eingestellt, mit der Zielsetzung, die fertigen Entwicklungen über die Geschäftsfelder EPS-Verarbeitung und Technologie zu vermarkten. Ein externer Sanierungsberater wurde unterstützend für den Restrukturierungsprozess engagiert.

Im Geschäftsfeld EPS-Verarbeitung ist im kommenden Wirtschaftsjahr eine weitere Erholung der Nachfrage sowie eine geringfügige Verbesserung der Marktsituation zu erwarten. Insbesondere im Bereich der Verpackungen lässt sich eine Nachfragesteigerung bestehender Kunden und somit eine verbesserte Kapazitätsauslastung beobachten.

Das Geschäftsfeld Technologie konnte bereits im vierten Quartal des Berichtszeitraumes eine leichte Nachfrageverbesserung und erhöhte Preise verzeichnen. Im Zuge einer generellen Verbesserung des wirtschaftlichen Umfeldes ist von einem weiter anhaltenden Trend auszugehen.

Aus den zuvor genannten Gründen wurde das im letzten Geschäftsjahr veranlasste Projekt "FIT 2012 - 2020" an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein Restrukturierungskonzept für das Geschäftsfeld Logistik, das Geschäftsfeld Technologie und die HIRSCH Servo AG.

Zur Sicherstellung der Liquidität ist mit unseren wesentlichen Banken eine Verlängerung der "Stand-Still-Periode" vereinbart worden. Im Zusammenhang mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Geschäftsverlauf zeigt die Liquiditätsplanung für die nächsten 12 Monate eine ausreichende Liquidität.

Zur Unterstützung der Maßnahmen sowie zur forcierten Umsetzung der geschaffenen Werte der HIRSCH Servo Gruppe strebt die Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres in Abhängigkeit von der Zustimmung der Hauptversammlung eine kapitalstärkende Maßnahme an.

Vom Aufsichtsrat wurde des Weiteren ein Programm zur Senkung der Overhead-Kosten in der HIRSCH Servo AG beschlossen, womit auch eine Reduktion des Vorstandes auf nunmehr zwei Mitglieder und eine Neuverteilung der Vorstandsagenden sowie Einsparungen bei den Beraterkosten verbunden sind.

Durch die oben angeführten Maßnahmen sowie einer leicht optimistischen Markteinschätzung in den beiden Geschäftsfeldern EPS-Verarbeitung und Technologie wird für das Wirtschaftsjahr 2010/11 der Turnaround mit einem positiven Ergebnis erwartet.

Nähere Details zum Ausblick sind im Geschäftsbericht 2009/10 auf den Seiten 40 bis 42 verfügbar und können auch als Download im Internet unter www.hirsch-gruppe.com abgerufen werden.

Hinweisbekanntmachung Geschäfts- und Jahresfinanzbericht:
Der Bericht für das Geschäftsjahr 2009/10 für die Periode 1.7.2009 bis 30.6.2010 steht unter www.hirsch-gruppe.com als Download zur Verfügung und kann bei der HIRSCH Servo AG, 9555 Glanegg Nr. 58 und bei der Bank Austria Creditanstalt AG, Vordere Zollamtstrasse 13, 1030 Wien, angefordert werden. Der Jahresfinanzbericht 2009/10 für die Periode 1.7.2009 bis 30.6.2010 steht unter www.hirsch-gruppe.com als Download zur Verfügung.

Der nächste Finanztermin ist der 25. November 2010 mit der 15. ordentlichen Hauptversammlung und dem Bericht zum 1. Quartal 2010/11.

HIRSCH Servo AG

Die HIRSCH Servo Gruppe ist der EPS-Spezialist an der Wiener Börse mit Produktionsstandorten in Österreich, Ungarn, Polen, Slowakei, Italien und Rumänien. EPS-Produkte (EPS steht für expandierbares Polystyrol und ist besser bekannt unter dem Markennamen Porozell®) unterstützen u.a. Energieeinsparungsmaßnahmen und ermöglichen nachhaltiges und ökologiegerechtes Wachstum. Die vielfältigen Anwendungsgebiete reichen von Verpackungen, Technischen Formteilen, Gebäudeisolierungen, Systemplatten für Fußbodenheizungen und Systembausteinen bis hin zu Thermozell® Leichtbeton-Produkten und Transportpaletten.

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