High-Tech Gründerfonds beteiligt sich an Dresdner sim4tec GmbH

(PresseBox) (Dresden / Bonn, ) Die sim4tec GmbH ist eine Ausgründung aus der Technischen Universität Dresden und der CreaPhys GmbH und ist auf dem Gebiet der organischen Elektronik tätig. sim4tec entwickelt und vertreibt Software zur Simulation von physikalischen Vorgängen in organischen Bauelementen. Die Grundlagen für die sim4tec-Technologie wurden im Rahmen von erfolgreichen Forschungsprojekten der Halbleiterphysiker am Institut für Angewandte Photophysik der TU Dresden um Dr. Robert Nitsche, Matthias Kurpiers-Günther, Jens Drechsel und Prof. Karl Leo entwickelt. Das Gründerteam der sim4tec umfasst damit renommierte Physiker, die bereits Erfahrungen bei Neugründungen von Unternehmen wie der Novaled AG und der Heliatek GmbH gesammelt haben.

Ihr besonderes Augenmerk setzt die sim4tec auf die Simulation von organischen Leuchtdioden (OLEDs). OLEDs werden schon seit Längerem als Kandidaten für Bildschirme und Beleuchtungselemente von morgen gehandelt. Der Einsatz dieser neuartigen Materialklasse verspricht nicht nur brillantere Bilder und beträchtliche Energieeinsparung bei der Beleuchtung, sondern vor allem billigere und umweltschonendere Produkte.

Doch warum gibt es trotz mittlerweile über 20-jähriger Entwicklung immer noch keinen preiswerten OLED-Fernseher im Geschäft zu kaufen? Dr. Robert Nitsche, Mitgründer und Geschäftsführer der sim4tec GmbH, erläutert: „Der Schlüssel zur preiswerten OLED liegt neben dem Herstellungsprozess vor allem in der Effizienz und dem tieferen Verständnis der physikalischen Prozesse im Bauelement selber. Mit Hilfe unserer Software kann der Kunde OLED-Kenngrößen wie Helligkeit, Farbe und Effizienz am Computer mit minimalem Zeitaufwand berechnen und optimieren, und das bevor er überhaupt eine Produktionshalle betreten hat! Der Entwicklungszyklus einer OLED kann damit enorm beschleunigt und Entwicklungskosten drastisch reduziert werden“.

Der High-Tech Gründerfonds hat das Potential dieser neuen Simulationstechnologie erkannt und schließt mit seinem Investment in die sim4tec GmbH eine weitere Lücke in der Wertschöpfungskette von OLEDs: die Simulation von Prozessen. Nicolas Kirschner, Investmentmanager des High-Tech Gründerfonds, zu den Chancen: „Wir wissen vom klassischen Halbleitermarkt, wie wichtig eine Simulationsumgebung gerade hinsichtlich Kostenreduzierung ist. Während Schaltkreis-Simulationen dort praktisch unabdingbar sind, steckt die Simulationstechnologie für organische Bauelemente noch in den Kinderschuhen. Wir sind überzeugt davon, dass der OLED-Technologie der Durchbruch gelingt und eine OLED-Simulationsumgebung ein Muss für jeden OLED-Produzenten sein wird. Das Know-how der sim4tec, verbunden mit den starken Partnern im Organic Valley Dresden, sind für uns die idealen Voraussetzungen für unsere Investition in die sim4tec.“

High-Tech Gründerfonds Management GmbH

Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die viel versprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung von bis zu 500.000 Euro sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines "proof of concepts" oder zur Markteinführung führen. Der High-Tech Gründerfonds verfügt über ein Fondsvolumen von rund 272 Mio. Euro. Investoren der Public-private Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe sowie die sechs Industriekonzerne BASF, Deutsche Telekom, Siemens, Robert Bosch, Daimler und Carl Zeiss.

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