Wirtschaftsminister Posch erwartet zukünftig eine europaweit koordinierte Antwort

Initiative Luftverkehr für Deutschland" diskutiert über Auswirkungen und Maßnahmen auf die Luftverkehrswirtschaft nach Vulkanausbruch

(PresseBox) (Wiesbaden, ) "Europa braucht rasch eine einheitliche Regelung für den Luftverkehr bei Vulkanausbrüchen. Nachdem vor gut zwei Wochen der gesamte europäische Luftraum gesperrt war und es heute erneut zu Beeinträchtigungen in Irland und Schottland wegen der Vulkanasche gekommen ist, wird deutlich wie wichtig eine europaweit koordinierte Antwort ist. Es gibt nur einen Himmel über Europa, deshalb muss auch einheitlich über die europäische Luftraumnutzung entschieden werden. Die Bedeutung eines gemeinsamen europäischen Luftraum (Single EuropeanSky/SES) muss hervorgehoben werden", sagte Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch anlässlich der heute und morgen stattfindenden Gespräche über Verbesserungen im Luftverkehrsmanagement. Heute tagen die EU Verkehrsminister in Brüssel und morgen berät die Initiative Luftverkehr für Deutschland in Berlin, an der Posch teilnehmen wird.

Die Sperrung des Luftraums sei nachträglich nicht infrage zu stellen. Aufgrund der Ereignisse habe Sicherheit an oberster Stelle gestanden. "Allerdings konnte man den Eindruck gewinnen, dass zu viele Behörden und Flugsicherungen ohne ausreichende Koordination beteiligt waren", so Posch. Der Minister unterstützte die vorgesehene klare Einteilung des Luftraums in freie Zonen, Verbotszonen und Zonen mit einer niedrigen Konzentration von Vulkanasche. Dort sollte trotzdem im Instrumentenflug geflogen werden können.

"Das Netz von Messstellen für Fälle wie diesen muss dichter geknüpft werden, vor allem in den An- und Abflugbereichen um die Flughäfen", sagte Posch. Die Meldepflicht für Fluggesellschaften für Triebwerksschäden oder besondere Vorkommnisse auf ihren Flügen wegen Vulkanasche an das Luftfahrtbundesamt sei deshalb richtig. Das Land Hessen wird den Deutschen Wetterdienst dabei unterstützen, in Hessen geeignete Standorte dafür zu finden und weitere Voraussetzungen zu schaffen, um Messtellen in ausreichender Anzahl einzurichten.

"Die Situation hat deutlich gemacht, dass ein gemeinsames Zusammenwirken aller Flugsicherungsdienste im FABEC mit der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) erforderlich ist. Aus Sicht des Landes Hessen werden deshalb die derzeitigen Bemühungen des Bundesministeriums für Verkehr, der DFS und des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ausdrücklich begrüßt und unterstützt. In Hessen liegt einer der größten Verkehrsflughäfen, DWD und DFS haben hier ihren Sitz. Deshalb ist Hessen durchaus geeignet eine Führungsrolle im Verbund der europäischen Mitgliedsländer für die Entwicklung von Grenzwerten und Standards für den sicheren Flugverkehr zu übernehmen." so Posch.

Den Weg zu einer europaweiten Regelung führt laut Posch über ein gemeinsames Vorgehen Deutschlands mit Frankreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern, die bereits in dieser Frage zusammenarbeiten. Entschädigungen oder Hilfen für Branchen, die durch das Flugverbot Verluste erlitten haben, lehnte Posch ab.

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