Wirtschaftsminister Dieter Posch: "Flughafen Kassel-Calden gehört zum Standortvorteil einer Region"

Chancen für Nordhessen nicht verpassen

(PresseBox) (Wiesbaden, ) "Es gilt die Chancen für die Region Nordhessen nicht zu verpassen und weiterzuentwickeln. Die Region Nordhessen hat bereits in den vergangenen Jahren im Vergleich zu Südhessen stark aufgeholt, was u.a. auch an den Arbeitsmarktdaten abgelesen werden kann. Die erfolgreiche Politik der vergangenen zehn Jahre für Nordhessen muss weiter fortgesetzt werden", sagte der Hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch in der heutigen Plenardebatte zum Thema Kassel Calden.

Der ausgebaute Flughafen bedeute einen Niveausprung für die Standortbedingungen der Unternehmen in der Region Kassel. Intensive Auslandskontakte und Geschäftsreisen mit dem eigenen Geschäftsreiseflugzeug gehörten heute bereits zum Standard auch mittelständischer Unternehmen. Ein leistungsfähiger Regionalflughafen Kassel-Calden verspreche zum Anziehungspunkt insbesondere für weitere Logistikfirmen und andere Dienstleister zu werden.

Darüber hinaus habe die Europäische Kommission im Februar 2009 dargelegt, dass Nordhessen zu den am schlechtesten an den Luftverkehr angebundenen Regionen in Deutschland gehöre. Auch die Luftverkehrsprognose Deutschland 2020 hab bestätigt, dass für Nordhessen, Südostniedersachsen und Thüringen eine Erschließungslücke für Luftverkehrsdienste bestehe, die durch den Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden und den damit angebotenen Linienverkehr bis 2020 weitgehend geschlossen würde. Daher werde der Ausbau des Verkehrslandeplatzes Kassel-Calden auf der Grundlage des bereits rechtskräftigen Planfeststellungsbeschlusses zu einem leistungsfähigen Regionalflughafen für den Geschäftsreise-, Touristik- und Frachtverkehr sowohl von den politischen Gremien der Gemeinde Calden sowie von Stadt und Landkreis Kassel, unterstützt.

"Der Flughafen Kassel-Calden dient - wie andere Infrastruktureinrichtungen für den Personen- und Güterverkehr -, der regionalen Daseinsvorsorge, also der nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung. Der bedarfsgerechte Ausbau des heutigen Verkehrslandeplatzes zu einem leistungsfähigen Regionalflughafen wird einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen schaffen, " so Posch.

Posch wies darauf hin, dass durch die Leistungserstellung am Flughafen Kassel-Calden 2005 ein zusätzliches Steueraufkommen von 25,7 Mio. Euro für Bund, Länder und Gemeinden generiert wurde. Die aus den hochgerechneten Werten für das Jahr 2015 entstehenden fiskalischen Effekte für Bund, Länder und Gemeinden belaufen sich auf 37,9 Mio. Euro. Bei dieser Berechnung seien die katalysierten Einkommens- und Beschäftigungsverhältnisse des Flughafens durch die Ansiedlung, Erweiterung oder Aufrechterhaltung von Betriebsstätten in der Region noch nicht mit berechnet.

Den gesamtwirtschaftlichen Effekt des Flughafens Kassel-Calden verdeutlichen auch folgende Zahlen: Im Jahr 2005 belief sich die Anzahl der Gesamterwerbstätigen auf 1.985. Der Produktionswert betrug 264,7 Mio. Euro, die Bruttowertschöpfung 116,2 Mio. Euro, die gezahlten Löhne und Gehälter 51,9 Mio. Euro.

Für den ausgebauten Flughafen wurden für das Jahr 2015 gesamtwirtschaftliche Effekte wie folgt berechnet: die Anzahl der Erwerbstätigen steigt auf 3.274, der künftige Produktionswert auf 391,1 Mio. Euro, die Bruttowertschöpfung auf 177,5 Mio. Euro, die gezahlten Löhne und Gehälter auf 80,0 Mio. Euro. Hierbei seien die temporären Auswirkungen durch die Baumaßnahme selbst noch nicht berücksichtigt.

"Wer auf die erforderliche Modernisierung seiner Verkehrsinfrastruktur verzichtet, läuft Gefahr, dass seine Region im Wettbewerb mit anderen Regionen zurück fällt. Der Ausbau des Flughafens Kassel-Calden wird der Region einen weiteren deutlichen Vorteil im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte bringen und dazu beitragen, die herausgehobene Rolle Nordhessens im produzierenden Gewerbe - beispielsweise in der Automobilbranche sowie seine führende Rolle als Logistikstandort europäischer Dimension weiter zu festigen," so Posch.

Aus den gerade genannten Gründen seien sich alle Gesellschafter einig, dass trotz der gestiegenen Kosten an dem Ausbau des Flughafens Kassel-Calden festgehalten werde. Der Bau des Regionalflughafens Kassel-Calden bleibe ein wesentliches Element bezüglich der Herausforderungen der Globalisierung.

"Wir sehen auch heute keinen Anlass, an einer erfolgreichen Realisierung des Projektes zu zweifeln", so Posch abschließend.

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