Weiterer Abschnitt der A 44 wird gebaut: Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Jan Mücke, geben Startschuss für Beginn der Bauarbeiten

Gesamtkosten von rund 241 Mio. Euro für Bauabschnitt Helsa/Ost - Hessisch Lichtenau/West (VKE 12) / Tunnel Hirschhagen zweitlängster Straßentunnel Deutschlands

(PresseBox) (Wiesbaden, ) Auf dem Weg in Richtung Realisierung der A 44 kommen wir heute einen wichtigen Schritt weiter. Heute fällt der Startschuss für den Teilabschnitt der A 44, in dem auch der Tunnel Hirschhagen, der längste Tunnel der A 44 und mit 4,1 Kilometern auch der längste Tunnel in Hessen gebaut wird", sagte der Hessische Verkehrsminister Dieter Posch.

Für den Bau eines weiteren Abschnittes der A 44 Kassel - Herleshausen zwischen der Anschlussstelle Helsa und der Anschlussstelle Hessisch Lichtenau/West haben heute bei Helsa Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke, den Spaten in die Hand genommen.

Der Abschnitt hat eine Länge von rund sechs Kilometern. Im November 2009 hatte Posch mit der Unterzeichnung des Planfeststellungsbeschlusses grünes Licht für den Weiterbau der A 44 in diesem Abschnitt gegeben.

Die Gesamtkosten für dieses Teilstück werden rund 241 Millionen Euro betragen.

Die Baustrecke beginnt nördlich von Hessisch Lichtenau im Bereich des Steinbachtals mit dem Tunnel Hirschhagen, der in westlicher Richtung den Mühlberg mit der Orthopädischen Klinik und das Industriegebiet Hirschhagen unterquert. Im Bereich des Ortsteils Helsa/Eschenstruth wird die Losse, eine Bahnstrecke und die Bundesstraße 7 unterquert. In der so genannten Waldhofkurve geht die Autobahn vom Tunnel in die offene Bauweise über und verläuft hier in Hanganschnittslage am Fuße des Bielsteins in enger Bündelung mit der B 7 bis zur Anschlussstelle Helsa. In diesem Bereich liegt die Trasse der A 44 hinter einem bis zu 23 Meter hohen Erdwall. Damit wird das Lossetal von den Belastungen der Autobahn soweit wie möglich abgeschirmt und die Ortslage Waldhof vor Lärm und Luftschadstoffen geschützt.

Den größten finanziellen und baulichen Aufwand erfordert dabei die Herstellung des Tunnels Hirschhagen. Mit einer Länge von rund 4.150 Metern wird er nicht nur der längste Tunnel in Hessen, sondern auch der derzeit zweitlängste Straßentunnel Deutschlands. Allein für den Tunnelbau werden Kosten in Höhe von rund 218,1 Mio. Euro veranschlagt. Posch: "Durch dieses Bauwerk werden die Anwohner von Fürstenhagen und Eschenstruth vor den Belastungen der Autobahn geschützt". Außerdem können durch den Tunnel und die große Überdeckung negative Wirkungen auf das unterfahrene FFH-Gebiet "Lossetal bei Fürstenhagen" und die dort vorhandenen Kammmolchpopulationen ausgeschlossen werden. Die Bauzeit des Tunnels wird etwa 4 bis 5 Jahre betragen. Sie bestimmt die Bauzeit des gesamten Abschnittes. Die Fertigstellung ist hier für Anfang 2015 vorgesehen.

"Wir wollen diesen Abschnitt so zügig wie irgend möglich, aber dennoch sorgfältig fertigstellen. Der Bau des Tunnels Hirschhagen und die Betriebsausstattung werden bei der vorgesehenen Spritzbeton-Bauweise rund fünf Jahre dauern. Mit einer Verkehrsübergabe ist im Jahr 2015 zu rechnen", sagte Posch.

"So schnell wie möglich sollen auch weitere Abschnitte der A 44 umgesetzt werden. Noch in diesem Jahr wird der Abschnitt von Hessisch Lichtenau/Ost bis Hasselbach aufgrund der positiven Entscheidung des BVerwGs vom 14. April 2010 in Bau gehen. Im anschließenden Abschnitt Hasselbach bis Waldkappel (VKE 33) wurde mit bauvorbereitenden Maßnahmen im November begonnen. Diese Maßnahmen bedeuten einen Zeitgewinn im Bauablauf. Konkret können wir mit einer um 9 Monate früheren Fertigstellung des Abschnittes rechnen. Die bauliche Umsetzung wird damit optimiert", so der Minister. Zu diesen Maßnahmen zählen z.B. die Fragen der Rodung und Renaturierung des Hainebachtals, archäologische Erkundungen und die Verlegung des Wirtschaftsweges an der Rauschenbergbrücke.

Der Minister betonte nochmals die große wirtschaftliche und verkehrspolitische Bedeutung der A 44 für Hessen und Thüringen. "Mit der Realisierung dieses Abschnittes ist die A 44 ein weiteres Stück vorangekommen. Damit sind nun rund 13 Kilometer im Bau oder bereits fertiggestellt".

"Dank der hervorragenden Arbeit der eingesetzten Task Force können noch in diesem Jahr die Bauarbeiten an weiteren vier Kilometern bei Hasselbach beginnen", teilte Posch weiter mit.

Nach dem Bau aller Abschnitte der A 44 wird für das Jahr 2020 eine Verkehrsbelastung von rund 37.800 Kfz/24h in diesem Abschnitt prognostiziert. Es wird erwartet, dass ca. 7.280 Lkw die A 44 in diesem Abschnitt befahren werden. Dies entspricht einem prognostizierten Lkw-Anteil von etwa 19 Prozent.

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