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Freizugsplanung Campus Bockenheim steht - Neubauten für Chemische Institute und weitere Fächer

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann und Uni-Präsident Prof. Dr. Werner Müller-Esterl einig über Umzug und Baumaßnahmen

(PresseBox) (Wiesbaden, ) Die Hessische Landesregierung und die Frankfurter Goethe-Universität haben in einer gemeinsamen Abstimmung die letzten offenen Eckpunkte der baulichen Entwicklung für die Goethe-Universität bis 2019 festgelegt. "Mit den jetzt getroffenen Vereinbarungen kann die Standortneuordnung der Universität in den wesentlichen Punkten im Rahmen des HEUREKA-Programms abgeschlossen werden", sind sich Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann und der Präsident der Goethe- Universität Frankfurt, Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, einig. Die damit verbundene Aufgabe des Universitätsstandorts "Campus Bockenheim" bis 2017 ist somit sichergestellt.


Der "geisteswissenschaftliche" Campus Westend:

Für den Neubau des Studierendenhauses für die Studentenschaft der Goethe-Universität soll kurzfristig ein Architektenwettbewerb ausgelobt werden. Die Gesamtbaumaßnahme wird mit ca. 13 Mio. Euro beziffert, wovon ca. 1,8 Mio. Euro von der Studentenschaft (AStA) aufgebracht werden. Außerdem soll in der 3. Ausbaustufe ein weiterer Neubau der Fächer Musik, Kunst und Außereuropäische Sprachen realisiert werden. Die Kosten hierfür sind mit 71,6 Mio. Euro veranschlagt. Damit wird der Campus Westend seinen vorläufigen, umfänglichen Endausbau erhalten. Über die Errichtung der "Zentralbibliothek" wird nach Abschluss des HEUREKA-Programms zu entscheiden sein.

Der "naturwissenschaftliche" Campus Riedberg:

Aus den verbliebenen Mitteln des HEUREKA-Budgets ist ein erster Bauabschnitt für den Bau der Chemischen Institute (Kostenanschlag ca. 50 Mio. Euro) geplant. Die Errichtung der ersten Ausbaustufe wird voraussichtlich ab 2017 erfolgen können. Darüber hinaus beabsichtigt die Universität ab 2013 den Fachbereich Informatik und Mathematik auf den Riedberg zu verlagern. Dazu wurde in den vergangenen Monaten in Abstimmung mit dem Land eine konkrete Planung mit mehreren Optionen erarbeitet, über die in den nächsten Wochen abschließend entschieden wird. Mit einer sich dann abzeichnenden Lösung für den Fachbereich Mathematik und Informatik findet auch der Ausbau des Campus Riedberg einen vorläufigen baulichen Abschluss. Die Unterbringung weiterer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen ist aufgrund der vorausschauenden Bauflächenbevorratung jederzeit gegeben.

Räumung Campus Bockenheim

Die getroffenen Ausbauentscheidungen der beiden Universitätsstandorte sind auch darauf gerichtet, den Standort Bockenheim zügig aufzugeben, um das Areal im Rahmen der vertraglichen Regelungen zwischen dem Land und der ABG Holding Frankfurt am Main zur Entwicklung eines Kulturcampus durch die ABG Holding zu übergeben und einer umfassenden städtebaulichen Neuordnung zuzuführen.

Die Räumung des Campus Bockenheim soll in den nachfolgenden Schritten erfolgen und 2017 mit dem Bezug der 3. Ausbaustufe auf dem Campus Westend abgeschlossen werden. Die Flächen nördlich der Bockenheimer Landstraße (südlich des Bockenheimer Depots und östlich des Parkplatzes) bleiben im Landesbesitz. Die Universitätsbibliothek wird in Betrieb bleiben bis der Neubau auf dem Campus Westend fertiggestellt ist. Somit wird das verbleibende Budget der HEUREKA-Mittel für die Standortneuordnung der Goethe-Universität umfänglich nutz- und sinnstiftend für die Studierendenschaft, Lehrenden und Verwaltungsangehörigen der Universität eingesetzt.

"Mit Beendigung dieser Maßnahmen verfügt die Universität über zwei identitätsstiftende Standorte mit modernen, funktionalen, wirtschaftlichen und stadtbildprägenden Bauten, die optimale Studier- und Forschungsmöglichkeiten bieten und in dieser Ausformung einmalig und beispielhaft in der deutschen Universitätslandschaft sind", hob Finanzminister Dr. Schäfer hervor. "Mit den jetzt getroffenen Vereinbarungen wurde die Entwicklungsplanung der Goethe-Universität zu einem positiven Abschluss gebracht." Er sehe somit die Festlegungen der Standortneuordnung im Rahmen des HEUREKA-Programms als definiert an, so dass die weiteren Baumaßnahmen im Sinne der jetzt getroffenen Vereinbarungen umgesetzt werden können. "Die Landesregierung steht zu ihrer Zusage, die hessischen Hochschulstandorte für den nationalen und internationalen Wettbewerb fit zu machen", sagte Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann. Die Goethe-Universität bekomme Planungssicherheit und werde zu einer der modernsten Hochschulen Deutschlands ausgebaut. Für die Universität erklärte Präsident Prof. Müller-Esterl: "Wir sind sehr froh, dass mit dieser Einigung nun Planungssicherheit für den weiteren Ausbau der Goethe-Universität besteht." Auch wenn zunächst nicht alle Vorhaben realisiert werden können, so sei doch ein beachtliches Ergebnis erzielt worden. "Die Goethe-Universität ist sich bewusst, dass ihre bauliche Neuordnung für das Land eine beachtliche Anstrengung darstellt. Wir danken für dieses große Engagement!"

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