Schwerpunkte sind richtig, müssen aber schnell umgesetzt werden

Umsetzungskonzept des Hessischen Energiegipfels

(PresseBox) (Wiesbaden, ) Mit dem von Umweltministerin Lucia Puttrich vorgelegten Umsetzungskonzept zum Hessischen Energiegipfel wurden nach Ansicht des Hessischen Handwerkstages (HHT) die richtigen Schwerpunkte gesetzt. HHT-Präsident Bernd Ehinger machte allerdings deutlich, dass die dargestellten Maßnahmen jetzt konkretisiert und zügig umgesetzt werden müssten. "Das Handwerk steht als Gesprächspartner und die Betriebe als Spezialisten ihres jeweiligen Fachs bereit", sagte Ehinger.

Es dürfe jetzt keine Zeit mehr verloren gehen. Jeden Tag würden bei der energetischen Gebäudesanierung suboptimale Lösungen ausgeschrieben, beauftragt und ausgeführt. Ehinger: "Diese Objekte fassen die Eigentümer so schnell nicht wieder an und sind daher für dringend notwendige bessere Lösungen verloren." Positiv bewertete Ehinger die Ankündigung eines Programms zum schnellen Austausch von Heizungsumwälzpumpen, den "Stromdieben im Keller". "Durch diese und ähnliche Maßnahmen können Besitzer privater Ein- und Zweifamilienhäuser erfahren, wie einfach und effektiv Handwerker helfen können, Energiekosten zu senken", so der Handwerkspräsident.

Energiesparen als Volkssport

Für die Zielgruppe der mittelständischen Betriebe werde auch die vom Hessischen Handwerkstag mit angeregte 'Initiative für Energieberatung im Mittelstand" einen weiteren Beitrag leisten, die Landesregierung bei der Erreichung ihrer ehrgeizigen Ziele zu unterstützten: "Wir müssen jetzt alle Kräfte aufbieten, um Energiesparen zum Volkssport zu machen." so Ehinger.

Netzentgelte benachteiligen Betriebe

Ehinger erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Energiewende-Gesetze des Bundes Handwerksbetriebe benachteiligten. "Verbraucher mit geringerem Strombedarf als zehn Gigawattstunden Strom pro Jahr an einer Abnahmestelle, also alle Handwerksbetriebe, werden durch erhöhte Netzentgelte stärker zur Kasse gebeten. Das ist eindeutig das falsche Signal", erklärte Ehinger. In den Energiewende-Gesetzen des vergangenen Jahres seien die rund 500 großen Nutzer von den Netzentgelten zu Lasten der anderen Netznutzer befreit worden. Die Lasten von den großen auf die kleineren Verbraucher umzuverteilen, sei nicht hinnehmbar.

Ungefähr ein Viertel des Strompreises beruhe auf den Netzentgelten. Die Kosten auf die kleineren Verbraucher zu verschieben, bedeute eine Strompreisdiskriminierung und eine eindeutige Benachteiligung auch vieler Handwerksunternehmen, wie beispielsweise Bäckereien, so Ehinger.

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