Die "Hessische Energiespar-Aktion" informiert: Ein wenig Energiespargeschichte

(PresseBox) (Frankfurt/Main, ) "Wir bauen billig, um teuer zu wohnen", schrieb Professor Hencky 1921. In den damals so "billig" errichteten Häusern leben wir noch heute. Mancher Baustil wurde sogar zwischenzeitlich wieder modern. Das Maß des Wärmeschutzes war bis 1950 die 38 cm dicke Vollziegelwand. Ihre Dämmqualität mussten auch Decken und Dächer haben. Trotz des schlechten Wärmeschutzes verbrauchte man in den Häusern nicht viel Energie, denn man heizte so eingeschränkt, wie man es sich leisten konnte und die meisten konnte sich wenig leisten. Noch 1850 galten 16 °C Wohnzimmertemperatur als ausreichend. Und heizen war oftmals Kampf mit dem Ofen, der schlecht zog und qualmte. "Das war eben so", würden die Alten sagen. Ihr Energieverbrauch bezifferte sich damals im "Mietshaus", einmal umgerechnet von Kohlen auf Heizöl, zu 6-7 Liter Heizöl pro m² und Jahr. Energie sparte man, in dem man sich einschränkte, wenig Zimmer heizte und dies auch nur tagsüber. Erst die Zeit des Billig-Öls in den fünfziger Jahren machte uns ein wenig leichtsinnig. Das konnten wir uns bei 10 Pfennig pro Liter Öl auch leisten. Nun wurde kräftig durchgeheizt, bis in die Garagen. Die Heizkörper glühten vielerorts bei 80 °C, so dass die Luft zu trocken wurde. Die Luftbefeuchter am Heizköper hat mancher noch in Erinnerung. Durch hohe Lufttemperaturen konnten wir nun endlich die Kälte von den schlecht oder gar nicht gedämmten Außenbauteilen "überdecken". Es wurde behaglicher in unseren Häusern, aber um den Preis eines hohen Heizenergieverbrauchs, der sich um 1960 auf 30-40 Liter Heizöl pro m² Wohnfläche und Jahr steigerte.

Die Energiepreiskrise 1973 traf uns dann wie ein Schock. Der führte sehr schnell zu einer neuen Heizkesselgeneration. Vom Niedertemperaturkessel 1977 ging es ab 1990 zum Brennwertkessel. Auch die Fenster wurden erneuert. Heute sind 90 % der Fenster isolierverglast, manche Dächer wurden mit 4-10 cm gedämmt. Der Heizenergieverbrauch sank auf 30, später auf 20-25 Liter Heizöl pro m² und Jahr.

Das ist immer noch hoch genug, um durch Energiepreiserhöhungen schmerzhaft getroffen zu werden. Und der Energiepreis steigt wieder mit der Weltenergienachfrage

"Grund genug, nun das Haus rundherum auf die neue Zeit einzurichten. Hierzu gehören neben dem Brennwert- oder Pelletkessel und der Solaranlage vor allem die Dämmung aller Außenbauteile und neue Fenster oder Umglasungen mit Wärmeschutz-Isolierverglasung. "In sechs Schritten kann jeder Altbau zum Energiesparhaus werden", sagt Werner Eicke-Hennig von der Hessischen Energiespar-Aktion, "mit dem "Energiepass Hessen" kann sich jeder Hauseigentümer ausrechnen lassen, mit welchen Techniken, bei welchen Kosten er seinen Energieverbrauch mindestens halbieren kann."

Der Energiepass kostet 75,00 Euro. Den Fragebogen gibt es unter: www.energiesparaktion.de oder ""Hessische Energiespar-Aktion", Annastraße 15, 64285 Darmstadt.

Die "Hessische Energiespar-Aktion" ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

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